Hallo Claudia,
du kennst dich als Gründerin von Crowdsourcingblog.de bestens in der Mitmach-Szene aus. Hand aufs Herz: Gibt es in Deutschland außerhalb der Wikipedia überhaupt nennenswerte Crowdsourcing-Projekte, die von der Offline-Welt auch wahrgenommen werden. Wenn ja, welche?
Auf jeden Fall. Das Thema Crowdfunding geht ja gerade durch alle Medien und wird durchaus auch von der „Offline Welt“’ wahrgenommen. Crowdsourced Design und Text gleichermaßen. Der Rest wird schnell folgen, da bin ich mir sicher… und wenn nicht, werde ich die Unwissenden heimsuchen
Nein, mal ganz im Ernst: ich bemühe mich da wirklich um Aufklärung. Wir dürfen diese Entwicklung nicht verschlafen.
Im Crowdsourcing-Blog wurde vor kurzem eine Infografik veröffentlicht, die eine Übersicht über die Crowdsourcing-Plattformen in Deutschland bietet. Ich war überrascht, dass es im Bereich Knowledge-Sharing außer Twick.it nur eine weitere Plattform auf die Grafik geschafft hat (das Guttenplag Wiki). Woran liegt es, dass es in Deutschland nicht mehr Web 2.0-Plattformen zum Teilen und Verbreiten von Freiem Wissen gibt?
Schlagwörter: Crowdsourcing, Crowdsourcingblog.de, Interview Claudia Pelzer, Social Network, User Generated Content, Web 2.0
"Wikipedia ist ja selbst eine Spaßbremse"
haben wir auf der Wikimedia Academy kennengelernt, wo er einen Vortrag über "Wikipedia als Wissensschaftskommunikation" gehalten hat. Unser 1. Treffen war typisch Wiki: Ich habe Achim Raschka gefragt, ob es unter den Wikipedianern keine Visionäre gibt und er hat auf David gezeigt…
- Spaßbremse und Griesgram waren zwei deiner ersten Erklärungen auf Twick.it. Wieso erklärst du diese Begriffe nicht bei Wikipedia oder Wiktionary?
Wikipedia ist ja selbst eine Spaßbremse mit den ganzen Regeln, wie ich relevante Themen neutral, ausgewogen, mit Quellen belegt usw. zu beschreiben habe. Twick.it ist da eine hübsche Abwechslung, bei der man einen viel weniger reglementierten Gestaltungsspielraum hat. Deshalb kann ich bei Twick.it einen Begriff spontan beschreiben, während ich in Wikipedia erstmal Literaturrecherche betreiben müsste, um nachzuweisen, dass der Begriff „Spaßbremse“ in Umgangssprache, Popliteratur, usw. präsent genug ist, um für eine Enzyklopädie relevant zu sein. Insofern funktioniert „Spaßbremse“ bei Twick.it einfach besser, während zum Beispiel meine sperrigen Interessengebiete in Philosophie und Wissenschaftsgeschichte in der Wikipedia besser aufgehoben sind. Ich habe mal versucht, einen meiner Lieblingsphilosophen bei Twick.it zu beschreiben, der (die? das?) Twick über Hilary Putnam ist allerdings genauso trostlos wie es ein Wikipedia-Artikel „Spaßbremse“ wäre. - Du bist noch ganz frisch dabei: Wie würdest du das Konzept der Erklärmaschine in deinen eigenen Worten beschreiben?
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Schlagwörter: David Ludwig, Enzyklopädie, Freies Wissen, Interview, Wikipedia, Wikipedianer
Hallo Herr Stoffers,
Sie sind beim St.-Marien-Krankenhaus in Siegen als Pressesprecher für Kommunikation & Marketing verantwortlich. Jetzt wollen Sie mit Unterstützung der Community von Twick.it das größte medizinische Glossar in Deutschland aufbauen. Wie haben Sie sich das vorgestellt und wie wollen Sie das in Ihrer Branche bekanntmachen?
Es gibt ja im Internet schon einige Glossare mit medizinischen Fachbegriffen. Was ist das Besondere an diesem?
Wie viel Wissen passt in einen Twick? Kann man einen komplizierten medizinischen Begriff überhaupt in 140 Zeichen erklären?
Welche Nutzen sehen Sie für externe Ärzte, Mediziner und Therapeuten, die Sie sich an diesem medizinischen Glossar beteiligen?
Wie in jeder Enzyklopädie gibt es auch bei Twick.it den Hinweis in den AGB, dass die Erklärungen „keine medizinisch verbindliche Beratung“ darstellen. Warum glauben Sie, dass die Erklärungen dennoch von Ihren Internetnutzern genutzt werden? Wie erfolgt die Qualitätskontrolle?
Seit ihr dabei? Wer hilft mit medizinische Fachbegriffe in 140 Zeichen zu erklären, um das größte Medizin-Glossar Deutschlands aufzubauen?
Schlagwörter: Glossar, Medizin, Nutzer
Hallo Katrin Wellmann,
du bist Geschäftsführerin von :echtform Industriedesign. Hast du eigentlich nichts Besseres zu tun als zu twicken?
Gibt’s Besseres?
Als mir Twick.it begegnete, war ich erstaunt, dass noch keine der für mich relevanten Design- und Produktentwicklungs-Begriffe erläutert waren. Dabei gibt es gerade was Design angeht bei Laien und auch manchem Kunden unglaublich häufig das Missverständnis, Design sei so etwas wie Kosmetik, wir würden also Dinge einfach am Schluss noch ein wenig „aufhübschen“. Dabei geht es uns professionellen Produktdesignern ja vor allem um Bedienbarkeit, Funktionalität auf allen (auch den kommunikativen) Ebenen, aber auch Kostenreduktion in der Fertigung u.v.m. Diese häufige „Fehlwahrnehmung“ will ich natürlich ändern und den professionellen Designbegriff rehabilitieren. Ja, ich geb’s zu, da will ich „missionieren“: Professionelles Industriedesign ist einfach was anderes als Naildesign…
Ganz abgesehen davon, dass ich unsere Firma :echtform damit nebenbei als Experten auf diesem Gebiet online platzieren kann. Ich glaube an Twick.it und seine Zukunft. Meine Hoffnung ist, dass wenn zukünftig jemand „Industriedesign“ googelt, mein Twick an erster Stelle steht… Und ich hab ja auch gerade erst angefangen
Wie Ihr seht, twicke ich auch Innovationen, die heute keine mehr sind und die mich einfach begeistert haben, oder Vereine, die ich für interessant halte. Natürlich alles nur in meiner spärlichen Freizeit, nach Geschäftsschluss und Familienzeit.
Obwohl deine Erklärungen allen Vorschlägen unserer Tipps4Twicks-Serie entsprechen, wurden einige negativ bewertet. Wenn du wüsstest, von wem diese Bewertungen stammen: Was würdest du demjenigen sagen?
Danke für diese Frage! Ich habe kein Problem mit konstruktiver Kritik und negative Bewertungen gehören zur Natur der Sache Twick.it. Aber: Keiner der monierten Twicks wurde durch eine alternative Erklärung ergänzt. Derjenige hat also anscheinend keine bessere Definition zur Hand. Ehrlich gesagt, glaube ich, dass es sich bei dem Bewerter um einen einzelnen Wettbewerber von uns handelt, denn: Ich habe mitbekommen, dass an einem Tag plötzlich ein Haufen negativer Bewertungen auf einmal von einem User dazugekommen waren. Der hat sogar die Definition der eigenen Wortschöpfung meines Partners Stefan Stocker, „echtform“, negativ bewertet… Da kann man nur sagen: Wer’s nötig hat. Und: Lieber selber mal denken, konkret formulieren und sich der Kritik aussetzen. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Feedback, Nutzer
Hallo Barbarella,
deine Erklärung für „Lustorgel“ ist bei Google an der 1. Position im Ranking. Wie findest du das?
Das finde ich nur angemessen. Ich frage mich aber, warum meine Erklärung auf Twick.it bisher nicht mehr Punkte erhalten hat. Interessiert sich denn niemand fürs Lustorgeln?
Du bist an der Fachhochschule in Köln u.a. für die Gestaltung und Redaktion des Magazins Inside out verantwortlich. Wie bewertest du das Design von Twick.it? Was würdest du ändern?
Spontan nichts. Das Logo finde ich sehr pointiert; es bringt die Twick.it-Idee und den Spaß zum Ausdruck, den das Feilen an den Beschreibungen bereitet – und das Lauern auf die Bewertungen. Und dann ist Grün auch noch meine Lieblingsfarbe, wie man doch an meinem Outfit sieht…
Deine Erklärungen strotzen vor Eloquenz. Wie lange brauchst du, um einen perfekten Twick zu schreiben und wie gehst du dabei vor?
Unterschiedlich. Manches kommt so aus der Hüfte, anderes wiederum braucht eine halbe Stunde, weil ein ver*** Zeichen fehlt und ein Synonym dann doch nicht immer die gleiche Bedeutung hat, die man erzielen möchte. Manchmal kann ich mich auch nicht entscheiden, auf welchen Fakt ich mehr Wert lege. Einige Twicks entstehen auch in Kooperation mit meiner besseren Hälfte; ein bisschen konstruktiver Wettstreit und gemeinsam gibt's meist mehr zu lachen.
Trotz gründlicher Recherche und wohl überlegter Formulierung werden Twicks auch negativ bewertet. Viele Nutzer reagieren darauf enttäuscht und wollen wissen, von wem diese Abwertungen stammen. Eine Grundregel von Twick.it ist jedoch die Anonymität der Abstimmung, da wir Emotionen möglichst außen vor lassen wollen. Was meinst du dazu?
Einige negative Bewertungen sind tatsächlich nicht nachzuvollziehen und man möchte manchmal wirklich in einen sachlichen Austausch gehen… Aber der würde vielleicht schnell sehr emotional werden und bestimmt hat hier keiner Lust auf eine ähnliche Streitkultur, wie sie hinter den Kulissen von Wikipedia geführt wird.
Um Twick.it zu verbessern, ist der Austausch mit den Nutzern sehr wichtig. Darum bloggen wir regelmäßig, versenden Newsletter, betreiben eine Fangruppe bei Facebook und twittern, was das Zeug hält. Kriegst du davon etwas mit und interessiert es dich überhaupt?
Ich gestehe: nein. Ich blogge aus Faulheit nicht und habe auch kein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis. Außerdem bin ich weder Twitter- noch Facebook-affin, weil ich meine Freizeit auch sehr gerne außerhalb des Netzes verbringe. Man kann online schnell sehr viel Zeit verbraten, egal wie sinnvoll und befruchtend das einem persönlich auch erscheint. Jedenfalls bin ich bisher nicht auf den Geschmack gekommen und – abgesehen von anderen Nutzungsmöglichkeiten des Webs, die ich durchaus gerne annehme – gestalte ich meine Freizeit vielseitig. Was wohl auch ein Grund ist, warum ich zuletzt recht nachlässig in meinen Twicks war. Ich bin im Ranking abgerutscht – verdammt, da muss ich wohl noch mal ran
Schlagwörter: Feedback, Nutzer
Hi Toscho,
du bist Programmierer, Webdesigner und Texter in einem. Dabei suchst du nach eigener Aussage immer nach der „einfachen Form, die jeder sofort versteht“. Wie bewertest du Twick.it in dieser Hinsicht?

Toscho spricht über Beta-Gefühle
Ich sehe der Seite die Startphase noch an. An manchen Ecken klappt das Interface nicht so, wie ich es erwarte: der Autofokus auf die Suche im Blog zum Beispiel, die Beschriftung einzelner Buttons oder die oft zu kleinen Boxen für meine Schrift lösen in mir ein deutliches Betagefühl aus.
Das Hauptziel der Seite möchte ich im Suchen und Finden vermuten. Da hätte ich auf der Startseite gleich eine Box zum Anlegen eines Twicks gepackt. Beim Eingeben des Titels sähe man ja in der Autovervollständigung, ob der Begriff schon existiert. Andererseits habe ich den Eindruck, dass das Konzept zu einfach angelegt ist, oder besser: zu grob. Zu jedem Thema eine Erklärung? Wer braucht das? Darauf komme ich gleich noch einmal. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Feedback, Nutzer






