Heute hat mich ein Kollege auf TwitTV aufmerksam gemacht. Dort werden Videos zu den Trending Topics von Twitter gezeigt. Das ist schön und gut – nur hat die Erklärmaschine ein ebensolches Infotainment-Tool schon seit langem: Zapp.it.
Mit Zapp.it kannst du dir zufällige Erklärungen anzeigen lassen, bei denen ein Link zu einer URL mit weiterführenden Informationen hinterlegt wurde. Beim Zappen durch eure Erklärungen habe ich so schon einige informative, aber auch skurrile Webseiten, Videos und Blogs ausfindig gemacht. Zapp selbst…
Weiterlesen>>
Schlagwörter: Infotainment, Mashup, Zapp.it
Ein wenig müde bin ich bei der ewigen Diskussion schon geworden. „Wenn jeder mitmachen kann, dann steht da doch nur Quatsch“, „Nur Experten wissen, was Sache ist“ oder „Halbwissen schadet“ höre ich immer wieder. Stimmt das? Ist ein Crowdsourcing-Ansatz per se zum Scheitern verurteilt?
Die Crowdsourcing-Kritiker sind sich einig. Wenn das Fußvolk ran darf, kann nur eins dabei rauskommen: dilettantischer Halbwahrheits-Irrtum. Dessen Folgen werden je nach Radikalitätsgrad irgendwo von „irgendwie doof“ über tödlich bis hin zur Apokalypse angesiedelt.
Die Argumentation ist –zumindest auf den ersten Blick- einleuchtend: Wenn jeder mitmachen darf, dann sind auch diejenigen an Bord, die keine Ahnung von einem Thema haben. Schlimmer noch sind jene, die dabei denken, sie hätten es. Folglich wird auch Irrtümer bei Twick.it und anderen Portalen eingetragen. Hilfesuchende lesen das und rennen unweigerlich in die Naivitätsfalle.
Die Argumentation wurde sogar schon dadurch untermauert, dass eigenhändig Unfug in die Erklärmaschine eingetragen wurde: Seht mal, da steht Müll. Habe ich ja schließlich selbst reingeschrieben. Ergo ist Twick.it doof. Eine Argumentationskette, die ihres Gleichen sucht.
So ist das also in diesem Internet.
Die Lösung?
Dabei ist die Lösung doch so einfach. Ausgewiesene Experten müssen ran. Nur wer eine Qualifikation nachweist, darf sein Wissen teilen. Bist du Industrie-Meister? Arzt? Professor oder Nobelpreisträger? Nein? Schade, dann teilst du das Schicksal eines Hundes vor der Supermarkt-Ladentür: Wir müssen draußen bleiben. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Crowdsourcing, Gehirn, Gunther Dueck, Halbwissen, Kritik, Stefan Münz, Wissen
Wir möchten das Web einen Klick schneller machen. Auch Guckly ist ein gutes Beispiel dafür. Aber wäre es nicht toll, wenn dies eine Funktion wäre, die es nicht nur auf Twick.it gibt, sondern die man auf jeder Webseite einbauen könnte? Das schaffen wir nicht alleine. Wir brauchen die Browserhersteller. Dieser Artikel wagt einen Entwurf aus technischer Sicht.
Die Idee: Jeder Webseiten-Betreiber stellt für jede Seite eine Version zur Verfügung, die in der Vorschau-Ansicht angezeigt wird. Als Standard könnte eine Größe von 200×300 Pixel festgelegt werden. In diesen Maßen kann sich der Webmaster mit bekannten Webmitteln (HTML, CSS, JavaScript, Flash, …) austoben. YouTube könnte das Video abspielen, Amazon das Produktbild, den Preis und den Kaufen-Button zur Verfügung stellen. Jede Seite hat hier andere Ansprüche und ist frei in der Gestaltung. Die Vorschau-Version ähnelt sozusagen der mobilen Webseite, die ebenfalls abgespeckt daher kommt.
Damit die Vorschau-Version gefunden wird, wird diese im <head>-Bereich der Seite angegeben:
<link rel="guckly" type="text/html" href="preview.php"/>
Alternativ kann auch ein HTTP-Header "X-Guckly" gesendet werden:
HTTP/1.1 200 OK Date: Sun, 08 Sep 2002 15:05:37 GMT Server: Apache/1.3.26 (Unix) Last-Modified: Thu, 28 Dec 2000 03:18:26 GMT ETag: "65044-15b9c-3a4ab102" Accept-Ranges: bytes Content-Length: 88988 Connection: close Content-Type: image/png X-Guckly: http://example.com/preview.php
Der Rest passiert im Browser. Dieser prüft bei einem Link, ob die Zielseite eine Guckly-Version definiert hat. Ist dies der Fall, zeigt er beim Mouseover das Fenster mit der Vorschau. So erfährt man bereits ohne den Klick, was den Besucher erwartet. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Guck in den Link, Guckly, Linkvorschau
Wie viel Wissen passt in 140 Zeichen?
Kann ein Mensch in 140 Zeichen mehr Wissen vermitteln als eine Suchmaschine, die sich vorgenommen hat, das Wissen der Welt zu organisieren? Hilft eine kurze, prägnante Erklärung eventuell sogar schneller weiter als Millionen Suchergebnisse? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir Metasuchmaschine Twoogle erfunden. Twoogle ergänzt die üblichen Suchergebnislisten (SERP) der Suchmaschine Google mit der zurzeit besten Erklärung eines Twick.it-Nutzers. Ähnlich wie bei Twickipedia kann man so auf einen Blick sehen, welche Antwort hilfreicher war – die der Erklärmaschine oder die der Suchmaschine.
Der Ärger mit Google und Co.
Seit ein paar Jahren (und obwohl sich Google dagegen standhaft wehrt) gehört googlen zum allgemeinen Sprachschatz. Das zeigt, wie selbstverständlich das Durchforsten von Internetinhalten mit den Suchmaschinen wie Google, Bing, Ask oder T-Online geworden ist. Aber hast du dich nicht auch schon mal über die „schlechte“ Qualität der Suchergebnisse geärgert? Immer wieder tauchen in den SERP zu allgemeinen Suchanfragen Websites auf, die nicht besonders hilfreich sind. Im Gegenteil: Jedes unnötige Anklicken kostet Zeit und Aufmerksamkeit und schmälert die Zufriedenheit der Suchmaschinennutzer.
Als Beispiel habe ich bei Twoogle mal den Suchbegriff „Google“ eingegeben. Über 5 Millionen Treffer gibt es für diese Suchanfrage, aber mit dem Twick ist eigentlich alles Wichtige schon gesagt. Zusätzlich erhalte ich einen Link, falls ich weitere Informationen benötige. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Google, Suchmaschine, Twoogle
Wie viel will ein Suchender eigentlich wissen?
Wenn man im Netz nach Informationen zu allgemeinen Suchbegriffen, wie Damenbart, Köln oder Binnenreim sucht, landet man fast immer bei Wikipedia. Ob das den Suchenden passt – danach fragt keiner. Darum will ich es mal tun. Wie viel Information will jemand haben, der nach einem allgemeinen Suchbegriff sucht? Und es ist nicht in vielen Situationen hilfreicher, wenn sich die Erklärung für ein Thema auf 140 Zeichen beschränken würde, anstatt zu versuchen, alle für das Thema relevante Informationen in einem Artikel zu bündeln?
Keine Panik, ich will gar nicht erst versuchen, diese Fragen zu beantworten. Stattdessen haben wir ein kleines Spielzeug gebaut, mit dem jeder selber die Nützlichkeit der Antworten von Twick.it und Wikipedia vergleichen kann. Wir nennen es…
TWICKIPEDIA
(Sieht aus wie Wikipedia, ist aber Twickipedia. Probier es einfach aus.)
So funktioniert Twickipedia
Das Prinzip von Twickipedia ist – wie es sich für ein original Twick.it-Markenprodukt gehört – supersimpel. Einfach einen Suchbegriff in den Schlitz eingeben und die Eingabetaste drücken (bzw. das Suchen-Feld anklicken). Twickipedia zeigt den entsprechenden Wikipedia-Artikel an und blendet – sofern vorhanden – eure favorisierte Twick.it-Erklärung oben ein. Macht mal den Test.
Legt für 10 Minuten die durch 10 erfolgreiche Wikipedia-Jahre konditionierte Weltsicht ab und versetzt euch in jemanden, der zu einem unbekannten Begriff Informationen sucht. Und dann Hand aufs Herz: Welche Antwort hat euch schneller weitergeholfen? Welche Erklärung war nützlicher? Weiterlesen>>
Schlagwörter: Alltagsnützlichkeit, Twickipedia, Wikipedia
Eure Erklärungen weisen den Weg
Kannst du dich noch an dein erstes Mal erinnern? Dein erstes Mal in Paris, Rom oder Köln? Sightseeing ist einfach ein Muss, wenn man das erste Mal in einer neuen Stadt unterwegs ist. Aber was machen Menschen mit einer Seebehinderung? Wie wäre es mit Sighthearing? Wenn es nach uns geht, dann entdecken Blinde bald die lokalen Sehenswürdigkeiten mittels eurer Kurzerklärungen. Wie das gehen soll? Ganz einfach.
Schon jetzt können wir Twicks in deiner Nähe auf Smartphones anzeigen lassen. Mit der Augmented Reality Anwendung sind wir letztes Jahr sogar Weltmeister bei Wikitude geworden. Markus hat auch schon erklärt, wie wir eure Erklärungen auf die Landkarte bringen, indem wir sie mit frei verfügbaren Geo-Daten aus Open Street Map und der Wikipedia verbinden. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter.
Städteführer für Blinde
Zur Sicherheit für den Notfall haben blinde Menschen in der Regel ein Smartphone in der Tasche, wenn sie in einer fremden Stadt unterwegs sind. Twick.it hat die Vision von einer App, mit der eure Erklärungen für die Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Umgebung des Handynutzers vorgelesen werden können. Und so funktioniert der mobile Stadtführer auf dem Smartphone: Weiterlesen>>
Schlagwörter: App, Augmented Reality, Barrierefreiheit, Freies Wissen, Handy, Smartphone, Städteführer, Stadtführer







