Der Twick.it Quadrant stellt das Verhältnis der Aufrufe eines Themas im Verhältnis zu den abgegebenen Erklärungen zu diesem Thema dar. Durch diese X/Y-Einteilung von Aufrufen zur Häufigkeit entstehen vier Quader, die eine grobe Einteilung der populären Wahrnehmung des Themas ermöglicht: Flop, Special Interest, Trend oder Top.
Vier Arten von Themen
- Im Quadranten links unten sind die Flops: Themen nach denen wenig gesucht wird und zu denen es wenige Beschreibungen gibt. Diese Themen sind kaum oder gar nicht von Bedeutung für die Nutzer der Twick.it-Enzyklopädie
- Rechts oben stehen die Top-Themen: Themen nach denen über einen längeren Zeitraum oft gesucht und die oft beschrieben werden.
- Links oben sind die Trend-Themen abgebildet: Themen die innerhalb kurzer Zeit viele Aufrufe bei vergleichsweise wenigen Beschreibungen generieren.
- Rechts unten im Twick.it Quadranten befinden sich die Special Interest-Themen, die nur wenige Aufrufe generieren, die aber über einen längeren Zeitraum eine Handvoll Nutzer zum Abgeben einer Beschreibung motivieren.
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Schlagwörter: Graph, Marken, Marketing, Monitoring, Quadrant, Themen
Eine wichtige Funktion der Twick.it-Enzyklopädie ist das Monitoring der Veränderung von Themen in der populären Wahrnehmung. Vor allem Menschen („Stars“) deren Werdegang in aller Öffentlichkeit diskutiert wird, verändern ihre Bedeutung für die Nutzer. Aber auch der „öffentliche Wert“ von Marken und Unternehmen unterliegt dem Zeitgeist. Durch die kontinuierliche Pflege der Nutzer bietet die Web 2.0-Wissensdatenbank Twick.it eine optimale Möglichkeit, diese Veränderungen zu dokumentieren, wiederzugeben und zu analysieren.
Bestes Beispiel: Michael Jackson
Das Leben, Leiden, die Musik und der Tod von Michael Jackson lassen nur wenige Menschen unberührt. Was wäre, wenn es Twick.it schon gegeben hätte als der Kinder-Musiker im Alter von 11 Jahren das erste Mal mit den Jackson Five aufgetreten ist?
Zweifellos hätten viele Nutzer ihre Beschreibung zu dem Wunderkind abgegeben, der von seinem Vater zum Star geprügelt wurde. Die fünf wichtigsten Schlagworte wären wahrscheinlich gewesen: Jackson Five, Musiker, Wunderkind, Geschwister, Boy Group. Oder so ähnlich. Als Michael Jackson als Solo-Künstler mit seinem Album Thriller Musikgeschichte schrieb, wären die Beschreibungen sicher vollkommen anders, noch subjektiver und enthusiastischer ausgefallen. Schlagworte wie „Genie“ und Moonwalk wären sicher häufiger gefallen.
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Schlagwörter: Barometer, Monitoring, Semantik, Social Monitoring, Trend, Trend-Barometer, Zeitgeist
Bei Twick.it geht es darum, Themen zu beschreiben und zu bewerten, mit denen man sich auskennt. Wenn Menschen gemeinsame Interessen haben, kommen sie leicht ins Gespräch und befruchten sich gegenseitig. Vom Prinzip her kann Twick.it von Nutzern darum als rudimentäres Social Networking genutzt werden.
Im Gegensatz zu anderen Social Networks geht es nicht um Geschäftskontakte oder Freunde, sondern Menschen, die sich für die gleichen Schlagworte interessieren. Die Nähe zu Social Bookmarking ist unübersehbar. Deswegen nennen wir das ganze: Social Tag-Networking oder Social Tagging. Nach unserer Meinung hat Twick.it sogar einen Vorteil gegenüber den Anbietern von Social Bookmarks, weil diese sehr allgemein sind und auf externe Websites verlinken.
Dazu müsste es auf der Übersicht der Nutzer eine Möglichkeit geben, Nutzer nach Themen anzeigen zu lassen oder Nutzer zu favorisieren. So könnte ich mir nur die Nutzer anzeigen lassen, die zu meinem Lieblingsthema (z.B. Beatles) twicken. Hoch involvierte Nutzer erfahren sofort über themenbezogene Änderungen oder Neuerungen und werden diese bewerten oder ergänzen.
Es wäre sogar zu überlegen, einen "Twick.it-Buschfunk" zu integrieren. So müssten die Nutzer nicht zu einer anderen Website wechseln, um direkt miteinander zu kommunizieren, wenn Paul Mc. Cartney eine neue hat oder Yoko Ono das Weiße Piano versteigert.
Video-Vortrag vom 14. Dt. Trendtag: Wer teilt gewinnt
Zusammenfassung des 14. Deutschen Trendtags
Schlagwörter: Social Bookmark, Social Media, Social Network, Tag, Tagging
Wie 140 Zeichen die Welt verändern
„Die Begrenzung [...] auf das Wesentliche schärft die Sprache. Jedes Wort, jedes Zeichen kann schon zu viel sein. [...] Manchmal sagt auch ein einziges Wort alles. Es sind Skizzen der Befindlichkeit, Momentaufnahmen, Stichwörter. Schlagworte. Und doch sagt es alles aus, was man will. Es gibt wahre Meister darin. …“
Cem Basman (@cemb) über Twitter, zitiert in Twitter, S. 26
„[...] irgendetwas machen diese 140 Zeichen mit der eigenen Kreativität. Man kann Geschichten damit aufschreiben, Witze erzählen, steile Thesen formulieren und politische Statements in die Runde rufen. Und vieles ist so dicht und so intensiv, dass es zu kleinen poetischen Einheiten wird: Unter dem Druck der 140 Zeichen zu Diamanten gepresste Alltagskohle.“
Michael Seemann (@mspro) über Twitter, zitiert in Twitter, S.35
In der Kürze liegt die Würze:
Nach diesem Prinzip zwingt Twick.it Nutzer dazu Beschreibungen sehr prägnant zu formulieren.
- Bei jedem Wort muss der Twicker überlegen, ob es für die Erklärung des Themas relevant ist. Durch den notorischen Platzmangel hinterfragt man sich selbst, was man unter einem bestimmten Begriff eigentlich versteht und entdeckt staunend, wie diffus Denken und Sprache eigentlich sind.
- Unnötige Füllwörter und unlesbare Substantiv-Kombinationen werden vermieden – andere User wiederum schreiben nur in Substantiven, um die Tag-Cloud zu manipulieren
- Erfahrene Twicker versuchen vorauszuahnen, welche Schlagworte am häufigsten mit dem Thema in Verbindung gebracht werden.
- Versucht man, einen bereits erfolgreichen Twick zu verbessern, stößt man schnell auf folgendes Problem: Wer entscheidet darüber, welche Begriffe für ein Thema relevant sind?
- Die vielleicht zentrale Frage lautet: subjektiv oder objektiv?
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Schlagwörter: 140 Zeichen, Cem Basman, Michael Seemann, Twitter





