Ein Vortrag in 5 Minuten. Und das mit genau 20 Folien, die automatisch alle 15 Sekunden wechseln. Keine leichte Aufgabe, der sich Sean da gestern auf der Ignite Köln stellte. Aber kurz und knapp auf den Punkt zu kommen, liegt uns ja im Blut.
Das Ignite-Format wurde 2006 in Seattle erfunden und schwappt seitdem quer über den Globus. Diese Woche tourt die Ignite World Tour durch Deutschland. Klar, dass ich sofort zusagte, als Nathalie Pelz vom O’Reilly-Verlag fragte, ob ich nicht einige Worte auf der Bühne sagen möchte. Klar deshalb, weil wir uns keine Gelegenheit entgehen lassen, Menschen von der Sinnhaftigkeit einer Erklärmaschine zu überzeugen. Klar auch deshalb, weil ich Sean die Aufgabe prima aufs Auge drücken konnte
Dieser meisterte die Herausforderung mit Bravour. Doch wie begeistert man Menschen, die noch nie zuvor von Twick.it gehört haben, in 20 Slides?
Twitter ist doof
Hingegen unseren bisherigen Strategie, Twick.it in Wikipedia als kurz darzustellen, haben wir die Story diesmal von der anderen Seite aufgezogen: Wir machen Twitter schlau. Der Titel, der belanglosen Katzen-Content auf Korn nimmt, lautete „No Catz. Just Facts – Wissensmanagement im Twitter-Format“.
Sean war doof
Passend zur Einstiegsfolie des doofen Twitter-Vogels irritierte auch Sean das Publikum gleich zu Beginn. Mit Deppen-Brille, deren überdimensionale Gläser Seans Pupillen gigantisch groß und den Besitzer damit gigantisch dämlich aussehen lassen, betrat ein sichtlich beschränkt denkender Sean die Bühne und sorgte bei den 150 Gästen für eine seltsame Mischung aus Verwunderung, Mitleid und Fremdschämen.
Bei Twick.it-Vorträgen gibt es zwei goldene Regeln: Erstens gibt es zuvor immer ein dilettantisch verwackeltes Backstage-Video und zweitens haben die Veranstalter die Technik nicht unter Kontrolle. So auch diesmal: Deppen-Sean nutze die Zeit dafür, der Veranstalterin erst einmal seinen Hintern ins Gesicht zu strecken. Spätestens jetzt gab es niemanden mehr im Raum, der nicht verwundert war, Mitleid hatte und sich für den Typ im grünen Twick.it-Shirt schämte.
Ab dann ging es Schlag auf Schlag. Die Folien (deren Aussagegehalt ohne gesprochenen Text eher mäßig ist), stellen wir gerne zur Verfügung:
Und hier die obligatorischen Wakelvideos:
Fazit
Beim Fazit des Abends sind Sean und ich mal wieder unterschiedlicher Meinung. Auch ein Grund dafür, dass wir uns darauf geeinigt haben, dass ich den Bericht schreibe.
Einige Vorträge waren echt schwach. Das Thema war öde, es waren reine PR-Dinger oder der Redner hielt sich ganz einfach nicht ans Ignite-Format. Andere Redner rockten hingegen die Bühne und es machte Spaß, mit ihnen auf eine spannende und lustige 5-Minuten-Reise zu gehen. Unseren Vortrag siedeln wir einfach mal irgendwo in der Mitte ein.
Ob es dem Projekt etwas gebracht hat, wird die Zeit zeigen. Auf jeden Fall dürften wir als Katzenhasser und Bühnen-Deppen in Erinnerung geblieben sein.
Schlagwörter: igcgn, Ignite, Köln
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