Wir sind Weltmeister!
Es ist das Jahr 2010. Der ganze Globus wird von den Amerikanern beherrscht. Der ganze Globus? Nein! Irgendwo in Deutschland hat sich eine kleine virtuelle Gemeinschaft vorgenommen, die Vormachtstellung von Google, Facebook und Twitter nicht weiter hinzunehmen. Was kann das Sillicon Valley, was wir nicht auch können? Gerade zwei Wochen ist es her, dass Markus mit der Verkündigung unserer ersten Augmented Reality App den Geo-Donnerstag ausgerufen hat, um regelmäßig über seine neue Leidenschaft zu informieren – Erklärungen mit Geokodierung. Und heute hat Twick.it mit seiner Augmented Reality-Anwendung für Wikitude den Weltmeister-Titel im Bereich Social abgestaubt! Wahnsinn.
„Wir sind Weltmeister!“ Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Noch geiler ist: Wir sind Weltmeister in der Kategorie „Social“, also der vermeintlichen Paradedisziplin der Amis. Und wir haben einen etablierten Geo-Dienst wie Gowalla, der ebenfalls in der Kategorie Social angetreten ist, in die Schranken verwiesen. Yeah! Mit „wir“ ist natürlich die gesamte Twick.it-Community gemeint.
Danke, dass ihr für Twick.it abgestimmt habt. Jetzt wird erst mal gefeiert.
Super Smartphone zu gewinnen
Das heißt natürlich auch, dass der Hauptgewinn, nämlich ein schickes LG GT540 Android, euer Gewinn ist. Wie Markus bereits angekündigt hat, werden wir das Smartphone unter allen Twick.it-Nutzern verlosen. Weitere Infos dazu folgen nächste Woche, wenn Markus und ich unseren Rausch ausgeschlafen haben.
Aber so viel darf ich schon mal verraten: Es schmälert eure Gewinnchancen sicher nicht, wenn ihr viel twickt.
Schau euch einfach noch unsere letzten Gewinnspiele an – dann wisst ihr, wo der Hase lang läuft.
Ich hoffe, dass sich unsere treuen Geo-Donnerstag-Leser (der nächste Geo-Artikel kommt erst am Wochenende) mit der Gewinnchance auf das Smartphone trösten lassen. Immerhin hat man damit alle Twicks in der Nähe jederzeit griffbereit.
Schlagwörter: Augmented Reality, Community, Geokodierung, Gewinnspiel, Weltmeister, Wikitude, World Cup
Hallo Achim,
du bist schon lange bei der Wikipedia aktiv und als Hauptautor für sehr viele „exzellente“ Artikel verantwortlich. Vor kurzem wurde dein Artikel über die Vulva von der Wikipedia-Community ausgezeichnet. Trotzdem gab es eine große Debatte als er zum Artikel des Tages und somit auf der Hauptseite der deutschen Wikipedia abgebildet wurde. Was ist deiner Meinung nach die Aufgabe einer modernen Enzyklopädie?
Die Enzyklopädie soll für den Menschen ein Wissensspeicher sein, auf den er zugreifen kann und der ihm zu jedem Thema eine hinreichende Antwort auf seine Fragen gibt. Sie soll Dinge erklären und auch darstellen – zugleich jedoch unterhaltsam sein und zum Schmökern einladen.
Im Fall der Vulva bedeutet dies für mich, dass die Enzyklopädie einen sachlichen und korrekten Artikel bereithalten sollte, der den Leser sowohl über die Anatomie, über die Physiologie und die medizinischen Aspekte aufklärt sowie jedoch auch die kulturellen Aspekte aufgreift. Insbesondere Themen wie diese, unsere „pfui-Themen“, werden in der Wikipedia jedoch eher selten kompetent aufgearbeitet – die Regel sind eher überbebilderte und schlecht strukturierte Artikel, die einige Aspekte aufgreifen, andere jedoch nicht mal erwähnen. Wie ein solcher Artikel dann aussieht zeigt „Penis des Menschen“ recht deutlich. Abseits dessen: die Debatte bezog sich weniger auf den Artikel als vielmehr darauf, dass wir ein Bild einer Vulva in den Teaser gestellt haben, die einige Leute offensichtlich verstört hat – persönlich habe ich allerdings eher Zuspruch bekommen, nur dass die Leute, die die Auswahl gut fanden sich eben nicht oder nur selten öffentlich geäußert haben.
Wie du weist, wurde für den Wikipedia-Eintrag über Twick.it ein Löschantrag gestellt. Begründung: „neues Projekt, zu unbekannt“. In einer Zeit, in der jeder Nutzer ein Millionenpublikum ansprechen kann: Wer entscheidet, was relevant genug für die Wikipedia ist? Und wie? Weiterlesen>>
Schlagwörter: Achim Raschka, Community, Relevanz, Wikipedia
Wissensmanagement 2.0 – Das Wissen der Community nutzen
Unter dem Titel „Wissensmanagement 2.0“ hat Veit Mathauer von der Social Media Agentur Sympra vor wenigen Tagen einen Vortrag gehalten. Neben solchen bekannten Namen wie Wikipedia und Xing stellte er auch Twick.it vor. Darauf können WIR schon ein bisschen stolz sein, oder?
Was ist Wissensmanagement 2.0?
Der Begriff Wissensmanagement 2.0 ist an Web 2.0 angelehnt. Laut der Slideshare-Präsentation von Veit Mathauer versteht er unter Wissensmanagement 2.0:
- Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet
- Generieren von Inhalten, Lösen von Aufgaben und Problemen, Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungsprojekten, Kreieren von Marketingideen – durch anonym und freiwillig agierende Personen
Statt Wissensmanagement ist in diesem Zusammenhang auch oft von Crowdsourcing oder Schwarmintelligenz die Rede. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Community, Crowdsourcing, Sympra, Web 2.0, Wissensmanagement
Wikipedianer Jakob Voß hat in einem Blog-Eintrag vor kurzem fundamentale Kritik an Twick.it geübt. Sein Vorwurf lautet: „Naja so richtig verstanden hat Twick.it das Web 2.0 Prinzip aber auch nicht: Die Nutzer sind leider bisher weniger gleichberechtigte Partner sondern in erster Linie Datenlieferanten und die Möglichkeiten zur Community-Bildung sind beschränkt.“ Autsch. Das saß.
Also habe ich folgendes geantwortet:
- Das Ziel war nicht ein neues Mini-Wikipedia aufzubauen, sondern etwas Eigenständiges.
- Twick.it-Nutzer sind keine Datenlieferanten, sondern Sinnstifter! (Semantik-Web)
- Die Plattform schränkt die Nutzer stark ein. Ja. Das hat zwei Gründe: Erstens sollte die Erklärung im Fokus stehen, nicht die Diskussion. Zweitens ist die technische Beschränkung für die Usability von Twick.it essentiell wichtig.
Ziel war es, eine Enzyklopädie zu schaffen, die so einfach ist, dass wirklich JEDER damit klar kommt. Und die – wenn möglich – OHNE ausufernde Relevanzkriterien und OHNE Administratoren auskommt. Womit wir wieder beim ersten Punkt angekommen wären. Twick.it will kein Wikipedia sein!
Denkfehler: Wikipedia = Web 2.0
Ich glaube, der Erfolg von Wikipedia hat dazu geführt, dass viele Wikipedianer Web 2.0 mit dem Wiki-Prinzip gleichsetzen. Das ist aber nicht so. Noch viel erfolgreicher sind nämlich Mitmach-Netzwerke wie Facebook, MySpace oder StudiVZ und Mitteilungs-Plattformen wie YouTube, WordPress, FlickR oder Twitter. Immer geht es um Kommunikation. Es geht um Menschen, die sich mitteilen oder Daten teilen. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Community, Enzyklopädie, Web 2.0, Wikipedia
Braucht Twick.it ein Forum?
Als wir die Erklärmaschine entwickelt haben, wollten wir eine Sache von vornherein vermeiden – den Edit War. Keiner braucht die endlosen frustrierenden Diskussionen um Inhalte, Nebensächliches und persönliche Animositäten. Immer wieder bekommen wir jedoch von Nutzern zu hören, dass sie eine Diskussionsplattform haben wollen. Reichen der Blog, Direktnachrichten und das Support System zur Kommunikation nicht aus? Braucht Twick.it ein Forum als zusätzliches Diskussion- und Informationsplattform für die Nutzer? Und wenn ja, wie könnte das aussehen und wer kümmert sich darum?
Ein Forum bietet nicht nur eine Arena für aktive Nutzer, die sich konstruktiv beteiligen, sondern auch für Nervensägen, Trolle und Selbstdarsteller: Hier kann jeder nach Herzenslust loben, klugscheißen, korrigieren, rechtfertigen, beschimpfen, Quellen zitieren, auf ominöse Insider-Regeln verweisen. Durch diese intensive Auseinandersetzung mit anderen aktiven Nutzern entsteht im besten Fall eine Community. Beispielhaft sind die Diskussionsseiten der Wikipedia.
Allerdings zeigt das Beispiel der Wikipedia auch den Nachteil eines Forums. Es bildet sich eine Elite, die ein ausuferndes Regelwerk aufstellt, woraus Edit War und Zermürbungserscheinungen resultieren, wenn neue Nutzer immer wieder die gleichen Fragen stellen und die gleichen Vorwürfe gegen die Traditionalisten, die langjährigen Nutzer der Plattform, erheben. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Community, Forum, Konzept, Nutzer
Twick.it ist, was du draus machst. Nach diesem Grundsatz wollen wir ab sofort die Nutzer der Erklärmaschine in unserem Blog zu Wort kommen lassen. Twick.it stellt fünf Fragen – du antwortest. Frei nach Schnauze. Unzensiert. Knallhart. Den Anfang macht Norro.

Und so sieht er aus, der Norro
1. Hi Norro. Du hast dich von Anfang an stark bei Twick.it engagiert. Was gefällt dir an der Erklärmaschine? Wo siehst du Verbesserungspotential?
Als langjähriger Wikipedianer kenne ich das Problem, dass eigentlich zu jedem Thema beliebig viel zu schreiben ist. Ohne Begrenzung kann mal sich immer weiter in Details verlieren und damit den Kern eines Themas völlig aus dem Auge verlieren. Dieses Problem wird es bei Twick.it nie geben. Und das ist gut so! Oft will ich nur kurz einen Begriff nachsehen, um schnell zu wissen, worum es sich grob handelt. Bislang benutze ich dafür die Wikipedia, da die Einleitung des Artikels das häufig leisten kann. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass sich dafür Twick.it in Zukunft noch besser eignet, sobald es eine größere Anzahl Twicks erreicht hat.
Verbesserungspotential sehe ich vor allem noch darin, eine gemeinsame Community zu schaffen. Denn Erklärung und Kommunikation hängt für mich untrennbar zusammen. Eine Erklärung zu einem Thema kann unglaublich davon profitieren, wenn mehrere Personen sich darüber austauschen und unter die Arme greifen. Davon kann auch die ganze Website und das ganze technische System hinter Twick.it profitieren, denn auch da werden mit der wachsenden Popularität des Projekts mehr und mehr Ansprüche erwachsen. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Community, Feedback, Wikipedia






