Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare zu den neuen Community-Funktionen von Twick.it. Wir haben euer Feedback bei uns im Blog sowie bei Basic Thinking mal genau unter die Lupe genommen und zwei wichtige Dinge festgestellt. Erstens: Der Nutzen von Twick.it wird nicht jedem Besucher sofort klar. Die Startseite muss also überarbeitet werden. Zweitens: Das Twicken selbst ist an einigen Stellen noch etwas umständlich. Hier haben wir kurzfristig einige größere und 27 kleinere Änderungen umgesetzt. Aber der Reihe nach…
Die zwei (widersprüchlichen) Versprechen von Twick.it
Es ist schon komisch: Zwei meiner Lieblings-Blogger Jürgen Vielmeier und André Vatter haben mich letzte Woche unabhängig voneinander gefragt, was der Nutzen von Twick.it ist und wen die Erklärmaschine anspricht. Offensichtlich kommt das auf der Startseite von Twick.it nicht rüber. Warum haben wir damit so große Probleme? Weil wir zwei Dinge versprechen, die sehr unterschiedlich sind und unterschiedliche Menschen ansprechen. Das erste Versprechen richtet sich an passive Nutzer, die Twick.it als eine Suchmaschine nutzen, und lautet: „Hier findest du die kürzesten Erklärungen für eine Vielzahl an Themen.“ Twick.it wird also als eine Fundgrube für Wissensschätze dargestellt. Das zweite Versprechen richtet sich an die aktiven Nutzer und lautet: „Hier findest du die einfachste Art, dein Wissen mit der Welt zu teilen.“
Quantität und Qualität gehören zusammen
Die zentralre Botschaft von Twick.it ist also abhängig davon, wer gerade angesprochen ist. Im Grunde benötigen wir also zwei Startseiten. Hinzu kommt, dass wird das erste Versprechen nicht ohne das zweite Einlösen können. Twick.it ist ein Crowdsourcing-Projekt: Nur wenn viele mitmachen, und Erklärungen einsenden und bewerten, können wir die besten ermitteln. Nur wenn viele mitmachen, steigt die Themen-Abdeckung und die Relevanz der Plattform. Hier hat uns schon wieder das Henne-Ei-Problem eingeholt. André Vatter fragte mich, ob Twick.it eher auf Qualität oder Quantität ausgerichtet ist. Die Antwort ist – beides. Wir brauchen nicht nur gute Erklärungen, sondern viele. Bisher haben wir dafür noch keine optimale Lösung gefunden und sind für Vorschläge dankbar. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Feedback, Funktionen, Usability, Webdesign
Hallo Katrin Wellmann,
du bist Geschäftsführerin von :echtform Industriedesign. Hast du eigentlich nichts Besseres zu tun als zu twicken?
Gibt’s Besseres?
Als mir Twick.it begegnete, war ich erstaunt, dass noch keine der für mich relevanten Design- und Produktentwicklungs-Begriffe erläutert waren. Dabei gibt es gerade was Design angeht bei Laien und auch manchem Kunden unglaublich häufig das Missverständnis, Design sei so etwas wie Kosmetik, wir würden also Dinge einfach am Schluss noch ein wenig „aufhübschen“. Dabei geht es uns professionellen Produktdesignern ja vor allem um Bedienbarkeit, Funktionalität auf allen (auch den kommunikativen) Ebenen, aber auch Kostenreduktion in der Fertigung u.v.m. Diese häufige „Fehlwahrnehmung“ will ich natürlich ändern und den professionellen Designbegriff rehabilitieren. Ja, ich geb’s zu, da will ich „missionieren“: Professionelles Industriedesign ist einfach was anderes als Naildesign…
Ganz abgesehen davon, dass ich unsere Firma :echtform damit nebenbei als Experten auf diesem Gebiet online platzieren kann. Ich glaube an Twick.it und seine Zukunft. Meine Hoffnung ist, dass wenn zukünftig jemand „Industriedesign“ googelt, mein Twick an erster Stelle steht… Und ich hab ja auch gerade erst angefangen
Wie Ihr seht, twicke ich auch Innovationen, die heute keine mehr sind und die mich einfach begeistert haben, oder Vereine, die ich für interessant halte. Natürlich alles nur in meiner spärlichen Freizeit, nach Geschäftsschluss und Familienzeit.
Obwohl deine Erklärungen allen Vorschlägen unserer Tipps4Twicks-Serie entsprechen, wurden einige negativ bewertet. Wenn du wüsstest, von wem diese Bewertungen stammen: Was würdest du demjenigen sagen?
Danke für diese Frage! Ich habe kein Problem mit konstruktiver Kritik und negative Bewertungen gehören zur Natur der Sache Twick.it. Aber: Keiner der monierten Twicks wurde durch eine alternative Erklärung ergänzt. Derjenige hat also anscheinend keine bessere Definition zur Hand. Ehrlich gesagt, glaube ich, dass es sich bei dem Bewerter um einen einzelnen Wettbewerber von uns handelt, denn: Ich habe mitbekommen, dass an einem Tag plötzlich ein Haufen negativer Bewertungen auf einmal von einem User dazugekommen waren. Der hat sogar die Definition der eigenen Wortschöpfung meines Partners Stefan Stocker, „echtform“, negativ bewertet… Da kann man nur sagen: Wer’s nötig hat. Und: Lieber selber mal denken, konkret formulieren und sich der Kritik aussetzen. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Feedback, Nutzer
Hallo Barbarella,
deine Erklärung für „Lustorgel“ ist bei Google an der 1. Position im Ranking. Wie findest du das?
Das finde ich nur angemessen. Ich frage mich aber, warum meine Erklärung auf Twick.it bisher nicht mehr Punkte erhalten hat. Interessiert sich denn niemand fürs Lustorgeln?
Du bist an der Fachhochschule in Köln u.a. für die Gestaltung und Redaktion des Magazins Inside out verantwortlich. Wie bewertest du das Design von Twick.it? Was würdest du ändern?
Spontan nichts. Das Logo finde ich sehr pointiert; es bringt die Twick.it-Idee und den Spaß zum Ausdruck, den das Feilen an den Beschreibungen bereitet – und das Lauern auf die Bewertungen. Und dann ist Grün auch noch meine Lieblingsfarbe, wie man doch an meinem Outfit sieht…
Deine Erklärungen strotzen vor Eloquenz. Wie lange brauchst du, um einen perfekten Twick zu schreiben und wie gehst du dabei vor?
Unterschiedlich. Manches kommt so aus der Hüfte, anderes wiederum braucht eine halbe Stunde, weil ein ver*** Zeichen fehlt und ein Synonym dann doch nicht immer die gleiche Bedeutung hat, die man erzielen möchte. Manchmal kann ich mich auch nicht entscheiden, auf welchen Fakt ich mehr Wert lege. Einige Twicks entstehen auch in Kooperation mit meiner besseren Hälfte; ein bisschen konstruktiver Wettstreit und gemeinsam gibt's meist mehr zu lachen.
Trotz gründlicher Recherche und wohl überlegter Formulierung werden Twicks auch negativ bewertet. Viele Nutzer reagieren darauf enttäuscht und wollen wissen, von wem diese Abwertungen stammen. Eine Grundregel von Twick.it ist jedoch die Anonymität der Abstimmung, da wir Emotionen möglichst außen vor lassen wollen. Was meinst du dazu?
Einige negative Bewertungen sind tatsächlich nicht nachzuvollziehen und man möchte manchmal wirklich in einen sachlichen Austausch gehen… Aber der würde vielleicht schnell sehr emotional werden und bestimmt hat hier keiner Lust auf eine ähnliche Streitkultur, wie sie hinter den Kulissen von Wikipedia geführt wird.
Um Twick.it zu verbessern, ist der Austausch mit den Nutzern sehr wichtig. Darum bloggen wir regelmäßig, versenden Newsletter, betreiben eine Fangruppe bei Facebook und twittern, was das Zeug hält. Kriegst du davon etwas mit und interessiert es dich überhaupt?
Ich gestehe: nein. Ich blogge aus Faulheit nicht und habe auch kein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis. Außerdem bin ich weder Twitter- noch Facebook-affin, weil ich meine Freizeit auch sehr gerne außerhalb des Netzes verbringe. Man kann online schnell sehr viel Zeit verbraten, egal wie sinnvoll und befruchtend das einem persönlich auch erscheint. Jedenfalls bin ich bisher nicht auf den Geschmack gekommen und – abgesehen von anderen Nutzungsmöglichkeiten des Webs, die ich durchaus gerne annehme – gestalte ich meine Freizeit vielseitig. Was wohl auch ein Grund ist, warum ich zuletzt recht nachlässig in meinen Twicks war. Ich bin im Ranking abgerutscht – verdammt, da muss ich wohl noch mal ran
Schlagwörter: Feedback, Nutzer
Hi Toscho,
du bist Programmierer, Webdesigner und Texter in einem. Dabei suchst du nach eigener Aussage immer nach der „einfachen Form, die jeder sofort versteht“. Wie bewertest du Twick.it in dieser Hinsicht?

Toscho spricht über Beta-Gefühle
Ich sehe der Seite die Startphase noch an. An manchen Ecken klappt das Interface nicht so, wie ich es erwarte: der Autofokus auf die Suche im Blog zum Beispiel, die Beschriftung einzelner Buttons oder die oft zu kleinen Boxen für meine Schrift lösen in mir ein deutliches Betagefühl aus.
Das Hauptziel der Seite möchte ich im Suchen und Finden vermuten. Da hätte ich auf der Startseite gleich eine Box zum Anlegen eines Twicks gepackt. Beim Eingeben des Titels sähe man ja in der Autovervollständigung, ob der Begriff schon existiert. Andererseits habe ich den Eindruck, dass das Konzept zu einfach angelegt ist, oder besser: zu grob. Zu jedem Thema eine Erklärung? Wer braucht das? Darauf komme ich gleich noch einmal. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Feedback, Nutzer
Hallo Captain,
ich weiß, dass du bisher noch keine großen Erfahrungen mit Web 2.0 Diensten wie Wikipedia oder Sozialen Netzwerken wie dem Mircoblogging-Dienst Twitter gemacht hast. Was fasziniert dich an Twick.it?
Hi Sean. Nun, faszinierend finde ich in erster Linie einfach die Möglichkeit, mal eben zwischendurch einen meiner Meinung nach interessanten Begriff anderen Leuten zu erklären. Da ja bei Twick.it das Motto gilt „In der Kürze liegt die Würze“, ist es eine Herausforderung und fast schon ein Puzzle-Spiel, die ausgewählten Informationen auf 140 Zeichen zu komprimieren. Das hat schon beinahe etwas von Zahlen- und Logikspielen. Wie kann ich den Beitrag sinnvoll noch einmal um fünf Zeichen kürzen, ohne relevante Informationen wegzulassen, das ist oft das Problem. Finde ich interessant.

Guck mal da, der Captain.
Die Schwierigkeit dabei ist natürlich stark abhängig von dem verwendeten Begriff. Dinge, die eigentlich nur „definiert“ werden müssen, wie z.B. mein Twick zu Molar, bereiten keine großen Probleme, schwierig wird es aber dann, wenn man ganze Kunstrichtungen wie Dadaismus in 140 Zeichen umschreiben will. Das man dann nicht alle Informationen unterbringen kann, ist selbstverständlich – es stellt sich dann jedoch die Frage, welche Informationen sind entscheidend und charakteristisch?
Jeder hat natürlich andere Prioritäten, aber mich fasziniert auch die Auswahl der zu erklärenden Begriffe. Besonders interessant sind dann die Worte, die eigentlich jeder schon mal gehört hat, aber auf Nachfrage man keine Erklärung bekommt. Solche Begriffe zu finden und zu erklären, macht besonderen Spaß. Wie z.B. die Lofoten – hat sicherlich jeder bereits mal gehört, aber was oder wo sind die noch gleich?
Letzten Endes „bildet“ Twick.it sogar den Autor des Beitrages oft selbst. Denn sobald man nach Information recherchiert und den Twick verbal formt, prägen sich einige Fakten sehr gut ein. Diesen Bildungsfaktor sollte man nicht unterschätzen als netten Nebeneffekt. Um mal wieder beim Beispiel zu bleiben: Wo die Lofoten liegen, werde ich nicht so schnell vergessen…
Du scheinst kein bestimmtes Themengebiet zu bevorzugen, sondern schreibst Erklärungen über Gott und die Welt. Wie kommt ein studierter Zahnmechaniker dazu, Figuren aus den Asterix-Comics wie Gutemine zu erklären? Weiterlesen>>
Schlagwörter: Feedback, Nutzer
Hallo Simon,
1. Als Gründer von Billomat hast du viel um die Ohren. Warum nimmst du dir trotzdem die Zeit, auf Twick.it Erklärungen zu formulieren? Versprichst du dir davon etwas für dein Unternehmen? Oder ist es ein rein privates Vergnügen?

Ein echter Nerd: Simon Stücher von Billomat
Vor allem macht es tatsächlich Spaß. Es ist aber auch für uns als Personen hinter Billomat wichtig, dass wir Begriffe ohne viel Gerede um den Brei herum genau auf den Punkt bringen. Schließlich steht Billomat doch selbst für die Reduzierung und Konzentration auf das Wesentliche einer Sache. Und natürlich bauen wir so auch eine gewisse Reputation zu unseren Kompetenzthemen im Web auf.
2. Du bist nicht nur bei der Erklärmaschine aktiv, sondern twitterst auch fleißig. Was sind für dich die wichtigsten Unterschiede zwischen Twick.it und Twitter?
Beiden gemein ist meiner Meinung nach die Verdichtung von Informationen. Man bekommt schnell die wichtigsten Infos und kann dann ggf. in einem zweiten Schritt tiefer graben. Das ist wichtig, um sich in der heutigen Informationsflut nicht zu verlieren und den Überblick zu behalten.
Twitter ist vor allem kommunikativer. Ein Kanal, der in beide Richtungen funktioniert. Wir decken einen nicht unerheblichen Teil unseres Supports darüber ab. Auch können wir unsere Follower flink über Neuigkeiten oder Probleme (und deren Behebung) informieren. Schnell, persönlich und transparent.
Twick.it ist eher enzyklopädisch als Nachschlagewerk aufgestellt. Während ein Tweet meist nur eine sehr kurze Lebenszeit hat, bleiben Twicks oft über Jahre relevant. Was ich persönlich noch spannend für Twick.it finden würde: Mobile Clients und stärkere Location-Based-Funktionen, mit denen man Twicks Orten zuordnen könnte.
3. Billomat ist ein Dienst, mit dem Nutzer online Rechnungen schreiben können. Wie steigert ihr eure Bekanntheit bei der wichtigsten Zielgruppe – den Digital Natives? Und wie wollt ihr Nonliner davon überzeugen, es einmal mit euch zu versuchen? Weiterlesen>>
Schlagwörter: Billomat, Feedback, Nutzer, Simon Stücher





