Hallo Herr Stoffers,
Sie sind beim St.-Marien-Krankenhaus in Siegen als Pressesprecher für Kommunikation & Marketing verantwortlich. Jetzt wollen Sie mit Unterstützung der Community von Twick.it das größte medizinische Glossar in Deutschland aufbauen. Wie haben Sie sich das vorgestellt und wie wollen Sie das in Ihrer Branche bekanntmachen?
Es gibt ja im Internet schon einige Glossare mit medizinischen Fachbegriffen. Was ist das Besondere an diesem?
Wie viel Wissen passt in einen Twick? Kann man einen komplizierten medizinischen Begriff überhaupt in 140 Zeichen erklären?
Welche Nutzen sehen Sie für externe Ärzte, Mediziner und Therapeuten, die Sie sich an diesem medizinischen Glossar beteiligen?
Wie in jeder Enzyklopädie gibt es auch bei Twick.it den Hinweis in den AGB, dass die Erklärungen „keine medizinisch verbindliche Beratung“ darstellen. Warum glauben Sie, dass die Erklärungen dennoch von Ihren Internetnutzern genutzt werden? Wie erfolgt die Qualitätskontrolle?
Seit ihr dabei? Wer hilft mit medizinische Fachbegriffe in 140 Zeichen zu erklären, um das größte Medizin-Glossar Deutschlands aufzubauen?
Schlagwörter: Glossar, Medizin, Nutzer
Hallo Katrin Wellmann,
du bist Geschäftsführerin von :echtform Industriedesign. Hast du eigentlich nichts Besseres zu tun als zu twicken?
Gibt’s Besseres?
Als mir Twick.it begegnete, war ich erstaunt, dass noch keine der für mich relevanten Design- und Produktentwicklungs-Begriffe erläutert waren. Dabei gibt es gerade was Design angeht bei Laien und auch manchem Kunden unglaublich häufig das Missverständnis, Design sei so etwas wie Kosmetik, wir würden also Dinge einfach am Schluss noch ein wenig „aufhübschen“. Dabei geht es uns professionellen Produktdesignern ja vor allem um Bedienbarkeit, Funktionalität auf allen (auch den kommunikativen) Ebenen, aber auch Kostenreduktion in der Fertigung u.v.m. Diese häufige „Fehlwahrnehmung“ will ich natürlich ändern und den professionellen Designbegriff rehabilitieren. Ja, ich geb’s zu, da will ich „missionieren“: Professionelles Industriedesign ist einfach was anderes als Naildesign…
Ganz abgesehen davon, dass ich unsere Firma :echtform damit nebenbei als Experten auf diesem Gebiet online platzieren kann. Ich glaube an Twick.it und seine Zukunft. Meine Hoffnung ist, dass wenn zukünftig jemand „Industriedesign“ googelt, mein Twick an erster Stelle steht… Und ich hab ja auch gerade erst angefangen
Wie Ihr seht, twicke ich auch Innovationen, die heute keine mehr sind und die mich einfach begeistert haben, oder Vereine, die ich für interessant halte. Natürlich alles nur in meiner spärlichen Freizeit, nach Geschäftsschluss und Familienzeit.
Obwohl deine Erklärungen allen Vorschlägen unserer Tipps4Twicks-Serie entsprechen, wurden einige negativ bewertet. Wenn du wüsstest, von wem diese Bewertungen stammen: Was würdest du demjenigen sagen?
Danke für diese Frage! Ich habe kein Problem mit konstruktiver Kritik und negative Bewertungen gehören zur Natur der Sache Twick.it. Aber: Keiner der monierten Twicks wurde durch eine alternative Erklärung ergänzt. Derjenige hat also anscheinend keine bessere Definition zur Hand. Ehrlich gesagt, glaube ich, dass es sich bei dem Bewerter um einen einzelnen Wettbewerber von uns handelt, denn: Ich habe mitbekommen, dass an einem Tag plötzlich ein Haufen negativer Bewertungen auf einmal von einem User dazugekommen waren. Der hat sogar die Definition der eigenen Wortschöpfung meines Partners Stefan Stocker, „echtform“, negativ bewertet… Da kann man nur sagen: Wer’s nötig hat. Und: Lieber selber mal denken, konkret formulieren und sich der Kritik aussetzen. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Feedback, Nutzer
Wie sollen die Twick.it-Trophäen heißen?
Bei der Erklärmaschine kann jeder mitmachen. Einfach so. Das stellt den Erklärung-Suchenden allerdings vor das Problem der Glaubwürdigkeit. Kann ich dem Urheber der Erklärung vertrauen? Wie soll ich erkennen, was der einzelne Nutzer bereits geleistet hat? Ganz einfach – mit einem Blick auf die Medaillen, Auszeichnungen, äh Trophäen, die er gesammelt hat.
In der ersten Phase werden wir mit Trophäen für Nutzer, die viel erklären, die viel bewerten und die besonders gut erklären, beginnen. Jede Trophäe steht also für eine besondere Tugend des Nutzers und gleichzeitig einen fundamentalen Wert unserer kollaborativen Wissensplattform. Entsprechend wichtig ist es uns, passende Namen für die Trophäen zu finden, die von Designer Mario Grudnick gestaltet wurden. Hier sind unsere Namensvorschläge – was haltet ihr davon? Schreibt uns einen Kommentar oder stimmt im twtpoll ab.
SAMMLER DES WISSENS

Für fleißige Erklärer
Trophäe für Nutzer, die viele Erklärungen abgeben
Im digitalen Universum verstreut drohen viele Wissensschätze für immer von der endlosen Datenflut weggespült zu werden.
Du sammelst die Wissensbausteine wieder ein und bringst sie an einen sicheren Ort, wo sie geteilt werden können. Denn du bist ein Sammler des Wissens.
MEISTER DER WORTE

Für Wortgewandte
Trophäe für Nutzer, die besonders gut erklären
Reden kann jeder, aber etwas verständlich zu erklären, ist eine aussterbende Kunst. Du bist einer der wenigen, der die Kunst der Formulierung beherrscht.
Du bringst Wissen präzise und prägnant auf den Punkt. Die Menschen hängen an deinen Lippen. Denn du bist ein Meister der Worte.
WÄCHTER DER QUALITÄT

Für Bewerter
Trophäe für Nutzer, die Erklärungen bewerten
Ohne Bewertung sind Daten nur Information, aber kein Wissen. Du wachst über die Qualität der Erklärungen und bewertest, welche die beste ist.
Dein gerechtes Urteil motiviert Autoren, immer besser zu werden und schreckt Vandalen ab. Denn du bist ein Wächter der Qualität.
Trophäen für Tugenden
Also, was sagt ihr? Bei der Namenssuche habe ich mir vorgestellt, dass die Trophäen etwas über die Persönlichkeit des Nutzers verraten und seine Einstellung zum Teilen von Wissen darstellen. Also habe ich nach Begriffen gesucht, die durchgängig sind und fortgesetzt werden können, die die Wertschätzung der Wissens-Community zum Ausdruck bringen, aber nicht religiös verklärend sind. Respektvoll, anerkennend, aber nicht anbiedernd. Wenn ihr alternative Vorschläge macht, bitte ich das zu berücksichtigen.
Mehrere Kategorien für jede Trophäe
Für jede Trophäe gibt es mehrere Kategorien: bronze, silber, gold und diamant. Während die bronzene Trophäe recht schnell zu erwerben ist, muss man sich für die diamantene schon richtig ins Zeug legen. Durch diese Kategorien wollen wir zwei Dinge erreichen:
- Uns bei aktiven Nutzern bedanken und sie zu weiteren Höchstleistungen anspornen
- Passiven Nutzern einen Anhaltspunkt für die Vertrauenswürdigkeit des Autors geben
Wie gehts weiter?
Nach der Abstimmung werden die Trophäen umgehend aktiviert und auf eurer Profilseite abgebildet. Darüber hinaus überlegen wir, die Trophäen in Minitaturform auch neben dem Gravatar des Autors einzublenden, damit sie unmittelbar neben der jeweiligen Erklärung sichtbar sind. Und wenn euch die Idee mit den Trophäen gefällt, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt weitere hinzufügen.
Wie findest du die Namen für die Twick.it-Trophäen? Sprechen Sie dich an? Passen Sie? Macht der kurze Begleittext die Bedeutung klar? Hast du bessere Vorschläge?
Schlagwörter: Abstimmung, Benutzerprofile, Community, Nutzer, Trophäen
Hallo Barbarella,
deine Erklärung für „Lustorgel“ ist bei Google an der 1. Position im Ranking. Wie findest du das?
Das finde ich nur angemessen. Ich frage mich aber, warum meine Erklärung auf Twick.it bisher nicht mehr Punkte erhalten hat. Interessiert sich denn niemand fürs Lustorgeln?
Du bist an der Fachhochschule in Köln u.a. für die Gestaltung und Redaktion des Magazins Inside out verantwortlich. Wie bewertest du das Design von Twick.it? Was würdest du ändern?
Spontan nichts. Das Logo finde ich sehr pointiert; es bringt die Twick.it-Idee und den Spaß zum Ausdruck, den das Feilen an den Beschreibungen bereitet – und das Lauern auf die Bewertungen. Und dann ist Grün auch noch meine Lieblingsfarbe, wie man doch an meinem Outfit sieht…
Deine Erklärungen strotzen vor Eloquenz. Wie lange brauchst du, um einen perfekten Twick zu schreiben und wie gehst du dabei vor?
Unterschiedlich. Manches kommt so aus der Hüfte, anderes wiederum braucht eine halbe Stunde, weil ein ver*** Zeichen fehlt und ein Synonym dann doch nicht immer die gleiche Bedeutung hat, die man erzielen möchte. Manchmal kann ich mich auch nicht entscheiden, auf welchen Fakt ich mehr Wert lege. Einige Twicks entstehen auch in Kooperation mit meiner besseren Hälfte; ein bisschen konstruktiver Wettstreit und gemeinsam gibt's meist mehr zu lachen.
Trotz gründlicher Recherche und wohl überlegter Formulierung werden Twicks auch negativ bewertet. Viele Nutzer reagieren darauf enttäuscht und wollen wissen, von wem diese Abwertungen stammen. Eine Grundregel von Twick.it ist jedoch die Anonymität der Abstimmung, da wir Emotionen möglichst außen vor lassen wollen. Was meinst du dazu?
Einige negative Bewertungen sind tatsächlich nicht nachzuvollziehen und man möchte manchmal wirklich in einen sachlichen Austausch gehen… Aber der würde vielleicht schnell sehr emotional werden und bestimmt hat hier keiner Lust auf eine ähnliche Streitkultur, wie sie hinter den Kulissen von Wikipedia geführt wird.
Um Twick.it zu verbessern, ist der Austausch mit den Nutzern sehr wichtig. Darum bloggen wir regelmäßig, versenden Newsletter, betreiben eine Fangruppe bei Facebook und twittern, was das Zeug hält. Kriegst du davon etwas mit und interessiert es dich überhaupt?
Ich gestehe: nein. Ich blogge aus Faulheit nicht und habe auch kein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis. Außerdem bin ich weder Twitter- noch Facebook-affin, weil ich meine Freizeit auch sehr gerne außerhalb des Netzes verbringe. Man kann online schnell sehr viel Zeit verbraten, egal wie sinnvoll und befruchtend das einem persönlich auch erscheint. Jedenfalls bin ich bisher nicht auf den Geschmack gekommen und – abgesehen von anderen Nutzungsmöglichkeiten des Webs, die ich durchaus gerne annehme – gestalte ich meine Freizeit vielseitig. Was wohl auch ein Grund ist, warum ich zuletzt recht nachlässig in meinen Twicks war. Ich bin im Ranking abgerutscht – verdammt, da muss ich wohl noch mal ran
Schlagwörter: Feedback, Nutzer
Hi Toscho,
du bist Programmierer, Webdesigner und Texter in einem. Dabei suchst du nach eigener Aussage immer nach der „einfachen Form, die jeder sofort versteht“. Wie bewertest du Twick.it in dieser Hinsicht?

Toscho spricht über Beta-Gefühle
Ich sehe der Seite die Startphase noch an. An manchen Ecken klappt das Interface nicht so, wie ich es erwarte: der Autofokus auf die Suche im Blog zum Beispiel, die Beschriftung einzelner Buttons oder die oft zu kleinen Boxen für meine Schrift lösen in mir ein deutliches Betagefühl aus.
Das Hauptziel der Seite möchte ich im Suchen und Finden vermuten. Da hätte ich auf der Startseite gleich eine Box zum Anlegen eines Twicks gepackt. Beim Eingeben des Titels sähe man ja in der Autovervollständigung, ob der Begriff schon existiert. Andererseits habe ich den Eindruck, dass das Konzept zu einfach angelegt ist, oder besser: zu grob. Zu jedem Thema eine Erklärung? Wer braucht das? Darauf komme ich gleich noch einmal. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Feedback, Nutzer
Hallo Captain,
ich weiß, dass du bisher noch keine großen Erfahrungen mit Web 2.0 Diensten wie Wikipedia oder Sozialen Netzwerken wie dem Mircoblogging-Dienst Twitter gemacht hast. Was fasziniert dich an Twick.it?
Hi Sean. Nun, faszinierend finde ich in erster Linie einfach die Möglichkeit, mal eben zwischendurch einen meiner Meinung nach interessanten Begriff anderen Leuten zu erklären. Da ja bei Twick.it das Motto gilt „In der Kürze liegt die Würze“, ist es eine Herausforderung und fast schon ein Puzzle-Spiel, die ausgewählten Informationen auf 140 Zeichen zu komprimieren. Das hat schon beinahe etwas von Zahlen- und Logikspielen. Wie kann ich den Beitrag sinnvoll noch einmal um fünf Zeichen kürzen, ohne relevante Informationen wegzulassen, das ist oft das Problem. Finde ich interessant.

Guck mal da, der Captain.
Die Schwierigkeit dabei ist natürlich stark abhängig von dem verwendeten Begriff. Dinge, die eigentlich nur „definiert“ werden müssen, wie z.B. mein Twick zu Molar, bereiten keine großen Probleme, schwierig wird es aber dann, wenn man ganze Kunstrichtungen wie Dadaismus in 140 Zeichen umschreiben will. Das man dann nicht alle Informationen unterbringen kann, ist selbstverständlich – es stellt sich dann jedoch die Frage, welche Informationen sind entscheidend und charakteristisch?
Jeder hat natürlich andere Prioritäten, aber mich fasziniert auch die Auswahl der zu erklärenden Begriffe. Besonders interessant sind dann die Worte, die eigentlich jeder schon mal gehört hat, aber auf Nachfrage man keine Erklärung bekommt. Solche Begriffe zu finden und zu erklären, macht besonderen Spaß. Wie z.B. die Lofoten – hat sicherlich jeder bereits mal gehört, aber was oder wo sind die noch gleich?
Letzten Endes „bildet“ Twick.it sogar den Autor des Beitrages oft selbst. Denn sobald man nach Information recherchiert und den Twick verbal formt, prägen sich einige Fakten sehr gut ein. Diesen Bildungsfaktor sollte man nicht unterschätzen als netten Nebeneffekt. Um mal wieder beim Beispiel zu bleiben: Wo die Lofoten liegen, werde ich nicht so schnell vergessen…
Du scheinst kein bestimmtes Themengebiet zu bevorzugen, sondern schreibst Erklärungen über Gott und die Welt. Wie kommt ein studierter Zahnmechaniker dazu, Figuren aus den Asterix-Comics wie Gutemine zu erklären? Weiterlesen>>
Schlagwörter: Feedback, Nutzer




