Missbrauch durch Mehrfach-Accounts?
Wenn ein Nutzer bei einem Internetdienst mehrere Benutzerkonten unter unterschiedlichen Namen anmeldet, spricht man auch von Sockenpuppen. Diese können für den bewussten Missbrauch der Anwendung genutzt werden. Andere Nutzer lieben es einfach, mit unterschiedlichen Identitäten zu spielen – oder haben sogar berufliche Gründe, aus denen sie mit mehreren Profilen im Netz unterwegs sind. Grund genug zu fragen: Welche Regeln gelten für Sockenpuppen bei der Erklärmaschine?
Heimliche Eigenwerbung mit Sockenpuppen
Bei der Mitmach-Enzyklopädie Wikipedia sind Sockenpuppen verpönt, da sie unter anderem genutzt werden, um anonym Artikeländerungen durchzuführen oder zu verteidigen, an denen der Nutzer ein bestimmtes Eigeninteresse hat. Außerdem können Sockenpuppen missbraucht werden, um Diskussionen anonym anzufeuern oder in die gewünschte Richtung zu lenken. Auch bei Twick.it können Sockenpuppen missbraucht werden – zum Beispiel, um eigene Erklärungen positiv zu bewerten und somit im Ranking der Nutzer oder auch im Ranking der Erklärungen zu einem Thema besser dazustehen.
Algorithmen erkennen Auffälligkeiten
Eins ist klar: Manipulation des Bewertungs-Rankings ist moralisch verwerflich und widerspricht dem grundlegenden, demokratischen Prinzip der Erklärmaschine. In den AGB steht schwarz auf weiß, dass jeder Nutzer für die Bewertung einer Erklärung genau eine Stimme hat. Bei Twick.it werden deswegen Abfrage-Algorithmen eingesetzt, die strategisches Auf- und Abwerten von Erklärungen einer bestimmten Person automatisch erkennen. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Benutzerprofile, Bewertungen, Enzyklopädie, Nutzer, Sockenpuppen
Hallo Simon,
1. Als Gründer von Billomat hast du viel um die Ohren. Warum nimmst du dir trotzdem die Zeit, auf Twick.it Erklärungen zu formulieren? Versprichst du dir davon etwas für dein Unternehmen? Oder ist es ein rein privates Vergnügen?

Ein echter Nerd: Simon Stücher von Billomat
Vor allem macht es tatsächlich Spaß. Es ist aber auch für uns als Personen hinter Billomat wichtig, dass wir Begriffe ohne viel Gerede um den Brei herum genau auf den Punkt bringen. Schließlich steht Billomat doch selbst für die Reduzierung und Konzentration auf das Wesentliche einer Sache. Und natürlich bauen wir so auch eine gewisse Reputation zu unseren Kompetenzthemen im Web auf.
2. Du bist nicht nur bei der Erklärmaschine aktiv, sondern twitterst auch fleißig. Was sind für dich die wichtigsten Unterschiede zwischen Twick.it und Twitter?
Beiden gemein ist meiner Meinung nach die Verdichtung von Informationen. Man bekommt schnell die wichtigsten Infos und kann dann ggf. in einem zweiten Schritt tiefer graben. Das ist wichtig, um sich in der heutigen Informationsflut nicht zu verlieren und den Überblick zu behalten.
Twitter ist vor allem kommunikativer. Ein Kanal, der in beide Richtungen funktioniert. Wir decken einen nicht unerheblichen Teil unseres Supports darüber ab. Auch können wir unsere Follower flink über Neuigkeiten oder Probleme (und deren Behebung) informieren. Schnell, persönlich und transparent.
Twick.it ist eher enzyklopädisch als Nachschlagewerk aufgestellt. Während ein Tweet meist nur eine sehr kurze Lebenszeit hat, bleiben Twicks oft über Jahre relevant. Was ich persönlich noch spannend für Twick.it finden würde: Mobile Clients und stärkere Location-Based-Funktionen, mit denen man Twicks Orten zuordnen könnte.
3. Billomat ist ein Dienst, mit dem Nutzer online Rechnungen schreiben können. Wie steigert ihr eure Bekanntheit bei der wichtigsten Zielgruppe – den Digital Natives? Und wie wollt ihr Nonliner davon überzeugen, es einmal mit euch zu versuchen? Weiterlesen>>
Schlagwörter: Billomat, Feedback, Nutzer, Simon Stücher
Danke für eure Unterstützung!
Ihr habt es geschafft! Dank eurer Unterstützung bleibt Twick.it in der Wikipedia. Aber das ist noch nicht alles: Dank unserer Nutzerin Textsektor wurde der Wikipedia-Artikel über Twick.it deutlich verbessert. Außerdem haben wir viel positives Feedback erhalten – sowohl von Twick.it Fans als auch von gestandenen Wikipedianern. DANKE.
Alle positiven und negativen Kommentare zu Twick.it habe ich im letzten Artikel festgehalten. Dazu kann sich jeder selbst eine Meinung bilden. Ich finde jedoch die Begründung, warum der Artikel über Twick.it nicht gelöscht wurde, sehr bemerkenswert:
„Begründung: Im Gegensatz zur WP-„Konkurrenz“ à la Wikibay oder Wikiweise handelt es sich um ein Nischenprojekt, dessen Konzept, egal ob man es nun mag oder nicht, eine gewisse Originalität aufweist. Daher könnte Punkt vier der Wikipedia Relevanzkriterien für Websites greifen.“ Unter Punkt Vier der Relevanzkriterien für Websites steht geschrieben: „Eine Website ist in der Regel relevant, wenn sie Pionier eines später relevanten Genres von Websites war“.
Pioniere eines neuen Genres?
Ich denke, wir können schon ein wenig stolz auf uns sein. Erstens wird Twick.it in einem Atemzug mit anderen Enzyklopädien wie Wikiweise und WikiBay genannt, zweitens als originell bezeichnet und dritten sogar Pionierleistungen für die Entwicklung eines ganzen Genres unterstellt. Das nehmen wir als Ansporn, mit Vollgas weiterzumachen! In den nächsten Wochen haben wir ein paar Überraschungen für euch parat. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Nutzer, Relevanz, Wikipedia
Braucht Twick.it ein Forum?
Als wir die Erklärmaschine entwickelt haben, wollten wir eine Sache von vornherein vermeiden – den Edit War. Keiner braucht die endlosen frustrierenden Diskussionen um Inhalte, Nebensächliches und persönliche Animositäten. Immer wieder bekommen wir jedoch von Nutzern zu hören, dass sie eine Diskussionsplattform haben wollen. Reichen der Blog, Direktnachrichten und das Support System zur Kommunikation nicht aus? Braucht Twick.it ein Forum als zusätzliches Diskussion- und Informationsplattform für die Nutzer? Und wenn ja, wie könnte das aussehen und wer kümmert sich darum?
Ein Forum bietet nicht nur eine Arena für aktive Nutzer, die sich konstruktiv beteiligen, sondern auch für Nervensägen, Trolle und Selbstdarsteller: Hier kann jeder nach Herzenslust loben, klugscheißen, korrigieren, rechtfertigen, beschimpfen, Quellen zitieren, auf ominöse Insider-Regeln verweisen. Durch diese intensive Auseinandersetzung mit anderen aktiven Nutzern entsteht im besten Fall eine Community. Beispielhaft sind die Diskussionsseiten der Wikipedia.
Allerdings zeigt das Beispiel der Wikipedia auch den Nachteil eines Forums. Es bildet sich eine Elite, die ein ausuferndes Regelwerk aufstellt, woraus Edit War und Zermürbungserscheinungen resultieren, wenn neue Nutzer immer wieder die gleichen Fragen stellen und die gleichen Vorwürfe gegen die Traditionalisten, die langjährigen Nutzer der Plattform, erheben. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Community, Forum, Konzept, Nutzer




