„In einem faktenbezogenen Wiki ist das Semantik-Problem nicht so hart“
Im Artikel Das Semantic Web ist ein Traum spricht Peter Kruse von dem grundsätzlichen Problem des Internets: Informationen werden aus dem Kontext gerissen und können kaum verstanden werden. In diesem Video-Interview erklärt er, wie in einem Wiki das Semantik-Problem entschärft werden kann – nämlich durch einen Fokus auf Fakten, ein überschaubares redaktionelles Netzwerk und Einigung auf grundlegende Qualitätskriterien. Erfolgreiche Kollaboration im Web 2.0 beruht demnach auf gemeinschaftlichen Werten und das Teilen einer gemeinschaftlichen Bedeutungswelt.
Nicht umsonst lautet der Leitspruch von Peter Kruses Unternehmensberatung „A matter of fact in a world of values”. Sein Anspruch ist es, durch die qualitative Auswertung von Fakten bedeutungsvolle Muster zu erkennen, die sich in unterschiedlichen Systemen und Konstellationen bilden. Diese Herangehensweise lässt sich auch auf das Web 2.0 und die sozialen Medien anwenden. Das hat nichts mit Mystifizierung zu tun, wie ihm von FAZ-Redakteur Edo Reents vorgeworfen wurde. Im Gegenteil. Im Gespräch mit Twick.it hat Peter Kruse mehrmals betont: „Alles, was ich mache, ist Daten auswerten und Muster erkennen.“ Ein wenig erinnert mich dieser Ansatz an die tiefenpsychologischen Interviews, die ein guter Freund von mir jahrelang für das Marktforschungsinstitut Rheingold durchgeführt hat. Qualitative Auswertung und Verdichtung: Ich finde diesen Ansatz auf jeden Fall sinnvoll. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Peter Kruse, Semantic Web, Semantik, Web 3.0, Wiki, Wikipedia
Das Internet hat ein Problem
Das Internet stellt Menschen vor ein grundsätzliches Bedeutungsproblem: Die bereitgestellten Informationen sind zumeist aus dem Kontext gerissen. Durch den fehlenden Kontext, die schiere Menge und die Komplexität der verfügbaren Daten wird das Verstehen und Einordnen der einzelnen Informationen zur Herkules-Aufgabe. Viele Wissenschaftler forschen darum an dem Semantic Web. Der Interneterklärer Peter Kruse sagt jedoch, dass das Semantic Web ein Traum bleiben wird. Stattdessen hat sich konsequenterweise ein Soziales Netz entwickelt. Denn die Empfehlungen unseres sozialen Netzwerkes ermöglichen uns, bedeutungsvolle Muster im Informations-Chaos zu erkennen.
Sintflut der Daten
In der gesamten Geschichte des Internets wurden bis 2003 zwei Exabyte an Informationen produziert. Nach neuesten Rechnungen produzieren wir die gleiche Menge an Informationen inzwischen alle zwei Tage – hat Eric Schmidt von Google vor kurzem behauptet. Auch wenn ich diesem Rechenbeispiel misstraue, verdeutlicht es doch die ungeheure Datenvermehrung, die unter anderem durch das Internet und die Sozialen Medien möglich gemacht wurde. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Bedeutung, Empfehlungen, Peter Kruse, Semantic Web, Semantik, Social Media
Das Henne-Ei-Problem einer Mitmach-Enzyklopädie
Als frischgebackene Web 2.0-Enzyklopädie hat Twick.it ein scheinbar unlösbares Problem: Neue Nutzer (Hennen) suchen nach Erklärungen (Eier), aber wenn sie keine Eier finden, laufen die Hennen davon. Wie können wir also die produktiven Hennen bei der Stange halten, während wir mühsam ein Ei nach dem anderen ins Twick.it Nestchen legen? Um dieses Rätsel zu lösen, sind wir nach Bremen gefahren und haben den Unternehmensberater und Web 2.0-Experten Peter Kruse besucht. In den Video-Interviews erklärt Peter Kruse den Unterschied zwischen Wikipedia und Twick.it, warum das Prinzip der Erklärmaschine für Unternehmen interessant sein könnte und was Autogenes Training damit zu tun hat. Viel Spaß.
Alltagsnutzen statt Wahrheit
Während bei Wikipedia objektive Maßstäbe und qualitative Richtlinien (die brühmt-berüchtigten Relevanzkriterien) angewandt werden, steht bei Twick.it der Alltagsnutzen im Fokus. Bei uns entscheiden nicht die Administratoren, sondern die Community, was nützlich ist und was nicht. Während bei der Wikipedia also der traditionelle Experte, der Wissenschaftler, gefragt ist, kommt bei Twick.it auch der Alltagsexperte zu Wort. Jeder erklärt genau das, was er weiß – sein Hobby, Fachbegriffe aus seiner Branche oder die Lieblingsplätze in seiner Stadt. Peter Kruse hat diesen zentralen Unterschied zwischen Wikipedia und Twick.it sehr treffend formuliert: „Ihr müsst nicht wahr sein, ihr müsst nützlich sein.“ Weiterlesen>>
Schlagwörter: Alltagsexperten, Alltagsnutzen, Peter Kruse, Relevanz, Web 2.0, Wikipedia




