Du entscheidest, was relevant ist
Bei Twick.it gilt ja der Grundsatz „Die Community entscheidet, was relevant ist.“ Abgeleitet von diesem Grundsatz haben wir zum Start der Erklärmaschine zwei Relevanzkriterien aufgestellt, die sich (meiner Meinung nach) als vollkommen überflüssig erwiesen haben. Sie lauten:
- Wenn zu einem neu angelegten Thema innerhalb von einem Jahr
kein zweiter Twick abgegeben wurde, wird das Thema aus der Datenbank gelöscht. - Wenn ein Twick innerhalb von einem Jahr nicht mindestens eine
positive Bewertung erhalten hat, wird er aus der Datenbank gelöscht.
Warum gibt es überhaupt Relevanzkriterien bei Twick.it?
Wir hatten angenommen, dass diese Relevanzkriterien zur Qualitätssicherung der Erklärmaschine notwendig seien. Unsere Befürchtung war, dass sich schlechte Erklärungen unbemerkt einschleichen könnten. Dem ist aber nicht so. Im Gegenteil: Die Qualität der Erklärungen ist sehr hoch. Anscheinend funktioniert auch das Prinzip der Selbstregulierung bestens. Eine der am häufigsten aufgerufenen Seiten von Twick.it ist die Darstellung der letzten 50 Twicks. Das zeigt uns, dass viele wachsame Augen neu eingehende Erklärungen scannen. Ein weiteres Indiz für die gute Qualität der 140-Zeichen-Erklärungen ist die geringe Anzahl der Missbrauchsmeldungen. Bisher wurden erst 25 Twicks als Missbrauch gemeldet!
Spezialistenwissen ist wertvoll
Die hohe Qualität der Erklärungen und das Engagement der Twick.it-Nutzer sind für mich die Hauptgründe gegen das vorgesehene Löschen unbewerteter Twicks. Gerade aus der Wikipedianer-Ecke sind viele Spezialisten-Twicks abgeliefert worden, die inhaltlich einwandfrei sind, aber noch von keinem anderen Nutzer bewertet oder durch eine konkurrierende Erklärung ergänzt wurden. Du interessierst dich für ausgefallene Asteroiden oder antike Keramik, für den Yellowstone-Nationalpark oder römische Architektur? Dann wirst du bei Twick.it fündig. Ich fände es geradezu töricht, diese Wissensschätze jetzt zu löschen. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Community, Relevanz, Relevanzkriterien
Das Henne-Ei-Problem einer Mitmach-Enzyklopädie
Als frischgebackene Web 2.0-Enzyklopädie hat Twick.it ein scheinbar unlösbares Problem: Neue Nutzer (Hennen) suchen nach Erklärungen (Eier), aber wenn sie keine Eier finden, laufen die Hennen davon. Wie können wir also die produktiven Hennen bei der Stange halten, während wir mühsam ein Ei nach dem anderen ins Twick.it Nestchen legen? Um dieses Rätsel zu lösen, sind wir nach Bremen gefahren und haben den Unternehmensberater und Web 2.0-Experten Peter Kruse besucht. In den Video-Interviews erklärt Peter Kruse den Unterschied zwischen Wikipedia und Twick.it, warum das Prinzip der Erklärmaschine für Unternehmen interessant sein könnte und was Autogenes Training damit zu tun hat. Viel Spaß.
Alltagsnutzen statt Wahrheit
Während bei Wikipedia objektive Maßstäbe und qualitative Richtlinien (die brühmt-berüchtigten Relevanzkriterien) angewandt werden, steht bei Twick.it der Alltagsnutzen im Fokus. Bei uns entscheiden nicht die Administratoren, sondern die Community, was nützlich ist und was nicht. Während bei der Wikipedia also der traditionelle Experte, der Wissenschaftler, gefragt ist, kommt bei Twick.it auch der Alltagsexperte zu Wort. Jeder erklärt genau das, was er weiß – sein Hobby, Fachbegriffe aus seiner Branche oder die Lieblingsplätze in seiner Stadt. Peter Kruse hat diesen zentralen Unterschied zwischen Wikipedia und Twick.it sehr treffend formuliert: „Ihr müsst nicht wahr sein, ihr müsst nützlich sein.“ Weiterlesen>>
Schlagwörter: Alltagsexperten, Alltagsnutzen, Peter Kruse, Relevanz, Web 2.0, Wikipedia
Hallo Achim,
du bist schon lange bei der Wikipedia aktiv und als Hauptautor für sehr viele „exzellente“ Artikel verantwortlich. Vor kurzem wurde dein Artikel über die Vulva von der Wikipedia-Community ausgezeichnet. Trotzdem gab es eine große Debatte als er zum Artikel des Tages und somit auf der Hauptseite der deutschen Wikipedia abgebildet wurde. Was ist deiner Meinung nach die Aufgabe einer modernen Enzyklopädie?
Die Enzyklopädie soll für den Menschen ein Wissensspeicher sein, auf den er zugreifen kann und der ihm zu jedem Thema eine hinreichende Antwort auf seine Fragen gibt. Sie soll Dinge erklären und auch darstellen – zugleich jedoch unterhaltsam sein und zum Schmökern einladen.
Im Fall der Vulva bedeutet dies für mich, dass die Enzyklopädie einen sachlichen und korrekten Artikel bereithalten sollte, der den Leser sowohl über die Anatomie, über die Physiologie und die medizinischen Aspekte aufklärt sowie jedoch auch die kulturellen Aspekte aufgreift. Insbesondere Themen wie diese, unsere „pfui-Themen“, werden in der Wikipedia jedoch eher selten kompetent aufgearbeitet – die Regel sind eher überbebilderte und schlecht strukturierte Artikel, die einige Aspekte aufgreifen, andere jedoch nicht mal erwähnen. Wie ein solcher Artikel dann aussieht zeigt „Penis des Menschen“ recht deutlich. Abseits dessen: die Debatte bezog sich weniger auf den Artikel als vielmehr darauf, dass wir ein Bild einer Vulva in den Teaser gestellt haben, die einige Leute offensichtlich verstört hat – persönlich habe ich allerdings eher Zuspruch bekommen, nur dass die Leute, die die Auswahl gut fanden sich eben nicht oder nur selten öffentlich geäußert haben.
Wie du weist, wurde für den Wikipedia-Eintrag über Twick.it ein Löschantrag gestellt. Begründung: „neues Projekt, zu unbekannt“. In einer Zeit, in der jeder Nutzer ein Millionenpublikum ansprechen kann: Wer entscheidet, was relevant genug für die Wikipedia ist? Und wie? Weiterlesen>>
Schlagwörter: Achim Raschka, Community, Relevanz, Wikipedia
Danke für eure Unterstützung!
Ihr habt es geschafft! Dank eurer Unterstützung bleibt Twick.it in der Wikipedia. Aber das ist noch nicht alles: Dank unserer Nutzerin Textsektor wurde der Wikipedia-Artikel über Twick.it deutlich verbessert. Außerdem haben wir viel positives Feedback erhalten – sowohl von Twick.it Fans als auch von gestandenen Wikipedianern. DANKE.
Alle positiven und negativen Kommentare zu Twick.it habe ich im letzten Artikel festgehalten. Dazu kann sich jeder selbst eine Meinung bilden. Ich finde jedoch die Begründung, warum der Artikel über Twick.it nicht gelöscht wurde, sehr bemerkenswert:
„Begründung: Im Gegensatz zur WP-„Konkurrenz“ à la Wikibay oder Wikiweise handelt es sich um ein Nischenprojekt, dessen Konzept, egal ob man es nun mag oder nicht, eine gewisse Originalität aufweist. Daher könnte Punkt vier der Wikipedia Relevanzkriterien für Websites greifen.“ Unter Punkt Vier der Relevanzkriterien für Websites steht geschrieben: „Eine Website ist in der Regel relevant, wenn sie Pionier eines später relevanten Genres von Websites war“.
Pioniere eines neuen Genres?
Ich denke, wir können schon ein wenig stolz auf uns sein. Erstens wird Twick.it in einem Atemzug mit anderen Enzyklopädien wie Wikiweise und WikiBay genannt, zweitens als originell bezeichnet und dritten sogar Pionierleistungen für die Entwicklung eines ganzen Genres unterstellt. Das nehmen wir als Ansporn, mit Vollgas weiterzumachen! In den nächsten Wochen haben wir ein paar Überraschungen für euch parat. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Nutzer, Relevanz, Wikipedia
HURRA! Wir sind relevant!
Unserem Nutzer Simplicius haben wir es zu verdanken, dass in der Mutter aller Mitmach-Enzyklopädien, in der Wikipedia, ein sehr kurzer Artikel über Twickit, die Erklärmaschine, steht.
Bei diesem Stub soll es jedoch nicht bleiben, sonst landet er sicher wegen mangelnder Relevanz in der Löschhölle. Wir würden uns freuen, wenn weitere Wikipedianer und Gute Samariter sich des Artikels annehmen und ihn mit Informationen ergänzen. Material dazu findet ihr in unserem Pressespiegel oder bei mir. Einfach eine Direktmail an Youser.
Bei der Alternativ-Enzyklopädie PlusPedia ist Twick.it übrigens auch schon mit einem etwas längeren Artikel vertreten.
Schlagwörter: Enzyklopädie, Relevanz, Wikipedia
Wie ticken Enzyklopädisten?
Zugegeben, unsere ersten Erfahrungen mit Wikipedia waren nicht positiv. Wer als Laie heute versucht, einen Artikel bei der Mutter aller Mitmach-Projekte zu veröffentlichen, hat es nicht leicht. Code und Codex der Wikipedia sind komplex und kompliziert. Ganz anders jedoch sind die Menschen, die Wikipedia mit Leben füllen. Hausmeister Andre, Rechtschreib-Detektiv Stefan, einen fast blinden Autor und einige mehr lernten wir auf dem Wikipedia-Stammtisch in Köln am 7. Januar 2010 kennen. Die Begegnung hat uns Mut gemacht – und machte uns gleichzeitig deutlich, welche Herausforderungen unsere Erklärmaschine bei zunehmendem Wachstum erwarten.
Wenn Enzyklopädisten sich streiten…
Kurz nach dem Start unserer Beta-Phase hatten wir das Glück, im Basic Thinking Blog von André Vatter erwähnt zu werden. Leider sorgte sein Artikel mit der Überschrift „Wenn Enzyklopädisten sich streiten, …“ für etwas Aufregung unter den Wikipedianern. Schwups, ohne großes Zutun unsererseits, steckten wir in der Relevanzdebatten-Schublade und wurden von Hardcore-Wikipedianern wahlweise für billige PR, als Startup-Glühwürmchen oder als penetrante Bedanker abgekanzelt.
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Schlagwörter: Relevanz, Usability, Wikipedia, Wikipedianer






