Twick.it braucht Geld, um besser zu werden
In Kürze werden wir Werbung in Twick.it schalten. Warum? Weil die Entwicklung der Erklärmaschine und das Hosting der Server Geld kostet; weil wir euch im Gegensatz zur Wikipedia nicht nach Spenden fragen wollen und weil uns noch kein besseres Monetarisierungskonzept eingefallen ist. Du willst doch auch, dass Twick.it eine unabhängige Plattform bleibt, auf der du dein Wissen frei mit allen teilen kannst, oder? Wenn du keinen besseren Vorschlag hast, führt also mittelfristig kein Weg an Werbung vorbei. Außerdem haben wir eine Vision von Werbung, die dir mittels unserer Semantik-Algorithmen themenverwandte Dinge vorschlägt. Das könnte ein bisschen wie bei Amazon funktionierten: Leute, die sich für dieses Thema interessiert haben, fanden diese Werbung gut. Diese soziale, kontextsensitive Werbung müssen wir im praktischen Einsatz testen, um sie weiterzuentwickeln.
Ist Werbung anrüchig oder alltäglich?
Seit der Cebit 2010 befindet sich unsere Wissensplattform in der offenen Beta-Phase und bisher haben wir uns standhaft geweigert, Werbung zu schalten oder Sponsoring zu betreiben. Warum?
- Waren und sind wir der Ansicht, dass es ein wenig anrüchig ist, mit dem Wissen der Crowd Geld zu verdienen. Andererseits scheint sich ja bei Facebook, Twitter & Google. niemand daran zu stören. Auch bei Wikipedia wird das riesige Spendenbanner seit Anbeginn geduldet.
- Sollte das Wissen im Mittelpunkt stehen. Präzise und auf den Punkt. Werbung erschien uns als eine überflüssige Ablenkung. Andererseits nutze ich Google täglich und nehme die Werbung überhaupt nicht mehr bewusst war. Für mich existiert sie gar nicht. Darum habe ich mich immer gefragt, wie man mit Werbung auf Websites überhaupt Geld verdienen kann.
Und genau das wollen wir raus finden.
Klüger und schöner durch Werbung
Was ändert sich durch das Einblenden von Werbung? Werden mehr oder weniger Seiten aufgerufen? Steigt die Verweildauer (gut) oder die Ladezeit (schlecht)? Wonach suchen die passiven Benutzer von Twick.it eigentlich: Klicken sie direkt auf die Werbung oder doch auf den Link mit weiterführenden Informationen unterhalb deiner Erklärung? Wie hoch sind die CTR und die Conversion Rate bei unterschiedlichen Suchbegriffen? Wie reagiert ein Benutzer, der bei einem Suchbegriff auf einem Thema landet, dass noch nicht erklärt wurde? Durch die Werbung erfahren wir viele Dinge über die Nutzung von Twick.it, die wir konstruktiv verwerten können. Nicht zuletzt werden wir ein paar Euro einnehmen, die wir in dringend benötigte Änderungen des Webdesigns stecken können. Durch Werbung wird die Erklärmaschine im Endeffekt also klüger und schöner werden.
+++ Die klügste Werbung aller Zeiten +++
Außerdem wollen wir ja nicht einfach Werbeflächen an den Meistbietenden verhökern, sondern Werbung, die Sinn macht, erfinden. Durch unsere Semantik-Analyse können wir ziemlich gut und vollautomatisch Beziehungen zwischen verwandten Themen erkennen. Das ermöglicht es uns, kontextsensitive Werbung zu schalten. Du suchst nach John Lennon? Dann könnte eine Biografie von Paul McCartney für dich interessant sein. Das ist der ominöse Serendipity-Effekt. Wir zeigen dir Sachen, von denen du noch gar nicht wusstest, dass du die suchst
Nicht zuletzt hoffen wir, durch die eindeutig messbaren Klickzahlen die semantische Verknüpfung der Twicks weiter zu optimieren. Hier hat die Erklärmaschine gegenüber traditionellen Suchmaschinen einen klaren Vorteil.
Sag uns deine Meinung!
Letztlich wird die Werbung dazu führen, dass wir Twick.it nicht nur weiter betreiben, sondern noch besser machen können. Uns ist sehr wichtig, dass sich die aktiven Erklärer dadurch nicht gestört fühlen! Darum gebt uns euer Feedback. Wir werden alles genau prüfen und (sofern möglich) kurzfristig umsetzen. Vielleicht wird es bald eine Funktion für aktive Twicker geben, um die Werbung auszublenden. Auch unsere Vision von einem Sozialen Bezahlsystem zur Förderung Freien Wissens haben wir noch nicht aufgegeben…
Was meinst du? Ist Werbung das Anfang vom Ende, ist sie dir egal oder lässt sich Werbung sogar sinnvoll zur Weiterentwicklung von Twick.it nutzen?
Schlagwörter: Amazon, Google, Semantik, Werbung
Die Maschine rechnet, der Mensch versteht
Wie eine Suchmaschine funktioniert, ist klar: Man gibt ein Suchwort ein, die Maschine prüft den Index und liefert eine Liste von Treffern in den so genannte Search Engine Result Pages SERP. Bis auf das Eintippen des Suchbegriffs läuft der gesamte Prozess automatisiert ab. Entscheidend ist jedoch: Welche Ergebnisse ganz oben in der Liste erscheinen, wird allein durch die Algorithmen der Suchmaschine berechnet und bestimmt. Und diese lassen sich durch Suchmaschinenoptimierung SEO manipulieren. Im Gegensatz dazu haben bei Twick.it Menschen das Sagen. In diesem Artikel versuche ich, den Unterschied zwischen Suchmaschine und Erklärmaschine zu erläutern.
Suchmaschinen und das Semantik-Problem
Das Hauptproblem der Suchmaschinen? Sie sind dumm. Ihr größter Vorteil? Sie sind schnell und können ungeheure Datenmengen sichten. Allerdings konnten Suchmaschinen bisher den Kontext einer Information oder Suchanfrage nicht deuten. Alles, was Google überprüft, ist der PageRank einer bestimmten Internetadresse und ihre Relevanz für die jeweilige Suchanfrage. Wenn wir nach John Lennon suchen, erhalten wir dazu Millionen Ergebnisse, aber nicht zu Liverpool oder Imagine. Der Maschine sind diese Zugehörigkeiten, die für den Menschen natürlich und wichtig sind, fremd. Das ist das Semantik-Problem: eine Maschine kann aus sich heraus keine sinnvollen Zusammenhänge erkennen und deuten. Sie kennt nur Nullen und Einsen. Für alles, was dazwischen liegt, benötigt die Suchmaschine entweder gesunden Menschenverstand oder Künstliche Intelligenz.
Intelligente Datenbasis ermöglicht sinnvolle Verknüpfung
Auch Twick.it ist nicht intelligent – aber sie hat eine „intelligente“ (hoch strukturierte) Datenbasis. Durch das Prinzip der Kürze haben wir eine besonders hohe Informationsdichte in den Definitionen, die wir analysieren können. Unsere semantische Algorithmen erfassen automatisch die wichtigsten Schlagworte und verwandte Themen. So werden bei Twick.it automatisch alle Erklärungen kontextsensitiv miteinander verknüpft. Was Wikipedianer in mühevoller Kleinarbeit per Hand erledigen, geschieht hier von ganz alleine!
Menschen sind glaubwürdiger als Maschinen
Bei Twick.it steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht die Maschine. Bei Twick.it erklären Menschen Begriffe und andere Menschen bewerten diese Erklärungen. Anhand des Profils und der Bewertungen kann der Suchende schnell erkennen, ob eine Erklärung vertrauenswürdig und nützlich ist. Suchmaschinen hingegen liefern keine Erklärungen, sondern Ergebnisse in Form von Trefferlisten. Diese werden automatisch durch geheime Algorithmen erstellt und können durch Suchmaschinenoptimierung manipuliert werden. Sie sind also nicht besonders vertrauenswürdig. Google +1 oder Facebook-Likes oder Twitter-Retweets ändern daran nichts. Ich zweifle auch, dass das Facebook zur Semantikmaschine mutiert. Am Ende des Tages sind es doch nur wir Nutzer, die den Input geben.
Social Search führt zur Filter Bubble
Google, Bing und Co haben die Problematik erkannt und versuchen deswegen zwanghaft Statusmeldungen aus sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter in ihre Suchergebnisse einzubauen. Das nennen sie dann etwas hochtrabend „Social Search“. Wenn zufällig ein Bekannter von mir etwas zu „John Lennon“ gepostet hat, erscheint es auch in den Suchergebnissen. Na, toll. Natürlich sagen Google & Co., dass sie auch die Qualität des Absenders bewerten. In der Realität führt das jedoch zu einer Verschlechterung der Suchergebnisse durch die Entstehung der Filter Bubble.
Social Search Made by Twick.it
Twick.it hingegen ist durch und durch “Social”. Wir analysieren keinen Index, sondern fragen einfach die Community, welches die beste Erklärung für ein Thema ist. Ob die Suche nach „John Lennon“ eine Mini-Biografie in 140 Zeichen auswirft mit Link zum entsprechenden Wikipedia-Artikel oder eine Lobeshymne mit Link zu einer Amazon-Wunschliste – das entscheidet allein ihr. Wir glauben sogar, dass sich die beste Definition für ein Thema mit der Zeit wandeln kann. Während der Anfangszeit im Cavern Club hätte die Erklärung für John Lennon sicher anders gelautet als während der Beatlemania.
In der Kürze liegt die Würze
Ist es für die Erst-Information wirklich wichtig zu wissen, dass John Lennon mehrere verschiedene Zweit-Vornamen hatte und an welchem Tag er starb? Nö. Wichtig ist, was wichtig ist. Und das Wichtige lässt sich in der Regel auch in einem Satz zusammenfassen. Ein entscheidender Unterschied zu Suchmaschinen ist also die Schnelligkeit. Auch wenn unsere Ladezeiten niemals so schnell sein werden wie Google, sind die Nutzer bei der Erklärmaschine doch schneller am Ziel. Man muss sich nicht erst durch Millionen Google-Treffer wühlen.
Finden statt suchen: Das Prinzip der Erklärmaschine
Google hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Wissen der Welt zu organisieren. Darin sind sie verdammt gut. Zu jeder Suchanfrage wird eine Vielzahl an Informationsquellen in den SERP gelistet. Das Schöne an Twick.it ist jedoch: Wenn die Suchmaschine die Twick.it-Erklärung richtig indexiert hat, erübrigt sich ein weiterer Klick auf die Quelle. Denn die Antwort steht schon da. Probiert es mal selber aus: Mit Twoogle kannst du gleichzeitig bei Twick.it und Google nach Suchbegriffen suchen. Das sieht dann so aus:
Vorteile einer Suchmaschine
- Objektivität
- Quantität
- Schnelligkeit
Vorteile der Erklärmaschine
- Authentizität
- Vertrauenswürdigkeit
- Qualität
- Menschlichkeit („Social“)
- Verständlichkeit
- Semantische Verknüpfung der Begriffe
- Kein Filter Bubble
Social Search, Location Based Services, Social Networks und die semantische Sprachsteuerung Siri werden die Suche in Zukunft prägen. Aber vielleicht können wir Nutzer mit der Erklärmaschine auch einen Beitrag dazu leisten, dass das online-gesammelte und strukturierte Wissen noch menschlicher, noch sinnvoller, wird.
Was meinst du? Wie sieht die SuchMenschine der Zukunft aus?
Schlagwörter: Filter Bubble, Google, Semantik, Semantik Web, Social Search, Suchmaschine
„In einem faktenbezogenen Wiki ist das Semantik-Problem nicht so hart“
Im Artikel Das Semantic Web ist ein Traum spricht Peter Kruse von dem grundsätzlichen Problem des Internets: Informationen werden aus dem Kontext gerissen und können kaum verstanden werden. In diesem Video-Interview erklärt er, wie in einem Wiki das Semantik-Problem entschärft werden kann – nämlich durch einen Fokus auf Fakten, ein überschaubares redaktionelles Netzwerk und Einigung auf grundlegende Qualitätskriterien. Erfolgreiche Kollaboration im Web 2.0 beruht demnach auf gemeinschaftlichen Werten und das Teilen einer gemeinschaftlichen Bedeutungswelt.
Nicht umsonst lautet der Leitspruch von Peter Kruses Unternehmensberatung „A matter of fact in a world of values”. Sein Anspruch ist es, durch die qualitative Auswertung von Fakten bedeutungsvolle Muster zu erkennen, die sich in unterschiedlichen Systemen und Konstellationen bilden. Diese Herangehensweise lässt sich auch auf das Web 2.0 und die sozialen Medien anwenden. Das hat nichts mit Mystifizierung zu tun, wie ihm von FAZ-Redakteur Edo Reents vorgeworfen wurde. Im Gegenteil. Im Gespräch mit Twick.it hat Peter Kruse mehrmals betont: „Alles, was ich mache, ist Daten auswerten und Muster erkennen.“ Ein wenig erinnert mich dieser Ansatz an die tiefenpsychologischen Interviews, die ein guter Freund von mir jahrelang für das Marktforschungsinstitut Rheingold durchgeführt hat. Qualitative Auswertung und Verdichtung: Ich finde diesen Ansatz auf jeden Fall sinnvoll. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Peter Kruse, Semantic Web, Semantik, Web 3.0, Wiki, Wikipedia
Das Internet hat ein Problem
Das Internet stellt Menschen vor ein grundsätzliches Bedeutungsproblem: Die bereitgestellten Informationen sind zumeist aus dem Kontext gerissen. Durch den fehlenden Kontext, die schiere Menge und die Komplexität der verfügbaren Daten wird das Verstehen und Einordnen der einzelnen Informationen zur Herkules-Aufgabe. Viele Wissenschaftler forschen darum an dem Semantic Web. Der Interneterklärer Peter Kruse sagt jedoch, dass das Semantic Web ein Traum bleiben wird. Stattdessen hat sich konsequenterweise ein Soziales Netz entwickelt. Denn die Empfehlungen unseres sozialen Netzwerkes ermöglichen uns, bedeutungsvolle Muster im Informations-Chaos zu erkennen.
Sintflut der Daten
In der gesamten Geschichte des Internets wurden bis 2003 zwei Exabyte an Informationen produziert. Nach neuesten Rechnungen produzieren wir die gleiche Menge an Informationen inzwischen alle zwei Tage – hat Eric Schmidt von Google vor kurzem behauptet. Auch wenn ich diesem Rechenbeispiel misstraue, verdeutlicht es doch die ungeheure Datenvermehrung, die unter anderem durch das Internet und die Sozialen Medien möglich gemacht wurde. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Bedeutung, Empfehlungen, Peter Kruse, Semantic Web, Semantik, Social Media
Es heißt, in seinem Leben sollte jeder Mann einen Baum pflanzen. Der von mir gepflanzte Baum heißt Wissensbaum. Und genau den möchte ich heute in einem kurzen Video vorstellen.
Ein nettes Gimmick von Twick.it ist, dass Themen automatisch verschlagwortet werden. Diese Schlagworte dienen dann u.a. dazu, dass die Erklärmaschine verwandte Themen zuordnet. Durch die Schlagworte ist aber noch mehr möglich.
Auf den Themenseiten findet ihr oben den Umschalter zwischen Suchfeld und Wissensbaum. Der Wissensbaum führt die Schlagworte des Themas auf und ermöglicht so eine Navigation zu einem anderen Thema. Klickt man auf ein Schlagwort, öffnet sich seine Erklärung. Auch die Schlagworte des Schlagwortes werden im Wissensbaum angezeigt.
Dadurch ist es bequem möglich, durch einen Wissenskomplex zu navigieren. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!
Schlagwörter: Schlagworte, Semantik, Tag, Wissensbaum
Der Erfinder des WWW Tim Berners-Lee und andere Wissenschaftler wie Clay Shirky sind überzeugt, dass die zunehmende Datenflut nur durch ein Semantic Web nutzbar gemacht werden kann. Semantic Web ist ein Schlagwort für ein Internet, dessen Inhalte bedeutungsvoll sind – und zwar nicht nur für Menschen, sondern auch für Maschinen.
Semantic Web = Web 3.0?
Da sich der Begriff Semantic Web nicht besonders sexy anhört, reden viele lieber vom Web 3.0 Damit wird versinnbildlicht, dass es sich um eine Weiterentwicklung, eine neue Stufe des Internet handelt. Die Journalismus-Studentin Kate Ray hat darüber gerade eine sehenswerte Dokumentation ins Netz gestellt. Darin kommen viele Vordenker des Semantic Web, wie Tim Berners-Lee und Clay Shirky zu Wort. Sehr sehenswert, wie ich finde.
Ziel des Semantic Web
Im Buch „Semantic Web – Wege zur vernetzten Wissensgesellschaft“ schreiben Klaus Tochtermann und Hermann Maurer: „Die grundlegende Idee [des Semantic Web] besteht darin, Inhalte im Web so anzureichern, dass sie nicht nur für Menschen verständlich sind, sondern auch von Maschinen zumindest soweit erfasst werden können, dass Automatisierung auch auf der Ebene der Bedeutung möglich wird.“ Leider ist das nicht so ganz einfach. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Ontologien, Semantic Web, Semantik, Semiotik, Web 3.0





