Die Maschine rechnet, der Mensch versteht
Wie eine Suchmaschine funktioniert, ist klar: Man gibt ein Suchwort ein, die Maschine prüft den Index und liefert eine Liste von Treffern in den so genannte Search Engine Result Pages SERP. Bis auf das Eintippen des Suchbegriffs läuft der gesamte Prozess automatisiert ab. Entscheidend ist jedoch: Welche Ergebnisse ganz oben in der Liste erscheinen, wird allein durch die Algorithmen der Suchmaschine berechnet und bestimmt. Und diese lassen sich durch Suchmaschinenoptimierung SEO manipulieren. Im Gegensatz dazu haben bei Twick.it Menschen das Sagen. In diesem Artikel versuche ich, den Unterschied zwischen Suchmaschine und Erklärmaschine zu erläutern.
Suchmaschinen und das Semantik-Problem
Das Hauptproblem der Suchmaschinen? Sie sind dumm. Ihr größter Vorteil? Sie sind schnell und können ungeheure Datenmengen sichten. Allerdings konnten Suchmaschinen bisher den Kontext einer Information oder Suchanfrage nicht deuten. Alles, was Google überprüft, ist der PageRank einer bestimmten Internetadresse und ihre Relevanz für die jeweilige Suchanfrage. Wenn wir nach John Lennon suchen, erhalten wir dazu Millionen Ergebnisse, aber nicht zu Liverpool oder Imagine. Der Maschine sind diese Zugehörigkeiten, die für den Menschen natürlich und wichtig sind, fremd. Das ist das Semantik-Problem: eine Maschine kann aus sich heraus keine sinnvollen Zusammenhänge erkennen und deuten. Sie kennt nur Nullen und Einsen. Für alles, was dazwischen liegt, benötigt die Suchmaschine entweder gesunden Menschenverstand oder Künstliche Intelligenz.
Intelligente Datenbasis ermöglicht sinnvolle Verknüpfung
Auch Twick.it ist nicht intelligent – aber sie hat eine „intelligente“ (hoch strukturierte) Datenbasis. Durch das Prinzip der Kürze haben wir eine besonders hohe Informationsdichte in den Definitionen, die wir analysieren können. Unsere semantische Algorithmen erfassen automatisch die wichtigsten Schlagworte und verwandte Themen. So werden bei Twick.it automatisch alle Erklärungen kontextsensitiv miteinander verknüpft. Was Wikipedianer in mühevoller Kleinarbeit per Hand erledigen, geschieht hier von ganz alleine!
Menschen sind glaubwürdiger als Maschinen
Bei Twick.it steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht die Maschine. Bei Twick.it erklären Menschen Begriffe und andere Menschen bewerten diese Erklärungen. Anhand des Profils und der Bewertungen kann der Suchende schnell erkennen, ob eine Erklärung vertrauenswürdig und nützlich ist. Suchmaschinen hingegen liefern keine Erklärungen, sondern Ergebnisse in Form von Trefferlisten. Diese werden automatisch durch geheime Algorithmen erstellt und können durch Suchmaschinenoptimierung manipuliert werden. Sie sind also nicht besonders vertrauenswürdig. Google +1 oder Facebook-Likes oder Twitter-Retweets ändern daran nichts. Ich zweifle auch, dass das Facebook zur Semantikmaschine mutiert. Am Ende des Tages sind es doch nur wir Nutzer, die den Input geben.
Social Search führt zur Filter Bubble
Google, Bing und Co haben die Problematik erkannt und versuchen deswegen zwanghaft Statusmeldungen aus sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter in ihre Suchergebnisse einzubauen. Das nennen sie dann etwas hochtrabend „Social Search“. Wenn zufällig ein Bekannter von mir etwas zu „John Lennon“ gepostet hat, erscheint es auch in den Suchergebnissen. Na, toll. Natürlich sagen Google & Co., dass sie auch die Qualität des Absenders bewerten. In der Realität führt das jedoch zu einer Verschlechterung der Suchergebnisse durch die Entstehung der Filter Bubble.
Social Search Made by Twick.it
Twick.it hingegen ist durch und durch “Social”. Wir analysieren keinen Index, sondern fragen einfach die Community, welches die beste Erklärung für ein Thema ist. Ob die Suche nach „John Lennon“ eine Mini-Biografie in 140 Zeichen auswirft mit Link zum entsprechenden Wikipedia-Artikel oder eine Lobeshymne mit Link zu einer Amazon-Wunschliste – das entscheidet allein ihr. Wir glauben sogar, dass sich die beste Definition für ein Thema mit der Zeit wandeln kann. Während der Anfangszeit im Cavern Club hätte die Erklärung für John Lennon sicher anders gelautet als während der Beatlemania.
In der Kürze liegt die Würze
Ist es für die Erst-Information wirklich wichtig zu wissen, dass John Lennon mehrere verschiedene Zweit-Vornamen hatte und an welchem Tag er starb? Nö. Wichtig ist, was wichtig ist. Und das Wichtige lässt sich in der Regel auch in einem Satz zusammenfassen. Ein entscheidender Unterschied zu Suchmaschinen ist also die Schnelligkeit. Auch wenn unsere Ladezeiten niemals so schnell sein werden wie Google, sind die Nutzer bei der Erklärmaschine doch schneller am Ziel. Man muss sich nicht erst durch Millionen Google-Treffer wühlen.
Finden statt suchen: Das Prinzip der Erklärmaschine
Google hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Wissen der Welt zu organisieren. Darin sind sie verdammt gut. Zu jeder Suchanfrage wird eine Vielzahl an Informationsquellen in den SERP gelistet. Das Schöne an Twick.it ist jedoch: Wenn die Suchmaschine die Twick.it-Erklärung richtig indexiert hat, erübrigt sich ein weiterer Klick auf die Quelle. Denn die Antwort steht schon da. Probiert es mal selber aus: Mit Twoogle kannst du gleichzeitig bei Twick.it und Google nach Suchbegriffen suchen. Das sieht dann so aus:
Vorteile einer Suchmaschine
- Objektivität
- Quantität
- Schnelligkeit
Vorteile der Erklärmaschine
- Authentizität
- Vertrauenswürdigkeit
- Qualität
- Menschlichkeit („Social“)
- Verständlichkeit
- Semantische Verknüpfung der Begriffe
- Kein Filter Bubble
Social Search, Location Based Services, Social Networks und die semantische Sprachsteuerung Siri werden die Suche in Zukunft prägen. Aber vielleicht können wir Nutzer mit der Erklärmaschine auch einen Beitrag dazu leisten, dass das online-gesammelte und strukturierte Wissen noch menschlicher, noch sinnvoller, wird.
Was meinst du? Wie sieht die SuchMenschine der Zukunft aus?
Schlagwörter: Filter Bubble, Google, Semantik, Semantik Web, Social Search, Suchmaschine
Wie viel Wissen passt in 140 Zeichen?
Kann ein Mensch in 140 Zeichen mehr Wissen vermitteln als eine Suchmaschine, die sich vorgenommen hat, das Wissen der Welt zu organisieren? Hilft eine kurze, prägnante Erklärung eventuell sogar schneller weiter als Millionen Suchergebnisse? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir Metasuchmaschine Twoogle erfunden. Twoogle ergänzt die üblichen Suchergebnislisten (SERP) der Suchmaschine Google mit der zurzeit besten Erklärung eines Twick.it-Nutzers. Ähnlich wie bei Twickipedia kann man so auf einen Blick sehen, welche Antwort hilfreicher war – die der Erklärmaschine oder die der Suchmaschine.
Der Ärger mit Google und Co.
Seit ein paar Jahren (und obwohl sich Google dagegen standhaft wehrt) gehört googlen zum allgemeinen Sprachschatz. Das zeigt, wie selbstverständlich das Durchforsten von Internetinhalten mit den Suchmaschinen wie Google, Bing, Ask oder T-Online geworden ist. Aber hast du dich nicht auch schon mal über die „schlechte“ Qualität der Suchergebnisse geärgert? Immer wieder tauchen in den SERP zu allgemeinen Suchanfragen Websites auf, die nicht besonders hilfreich sind. Im Gegenteil: Jedes unnötige Anklicken kostet Zeit und Aufmerksamkeit und schmälert die Zufriedenheit der Suchmaschinennutzer.
Als Beispiel habe ich bei Twoogle mal den Suchbegriff „Google“ eingegeben. Über 5 Millionen Treffer gibt es für diese Suchanfrage, aber mit dem Twick ist eigentlich alles Wichtige schon gesagt. Zusätzlich erhalte ich einen Link, falls ich weitere Informationen benötige. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Google, Suchmaschine, Twoogle
Ja, ich bin ein Fan von Google Instant, der neuen Echtzeit-Suchmaschine. Für mich ist vor allem interessant, wie sich die Echtzeitsuche auf Suchmaschinenoptimierung auswirken wird. Noch während ich Tippe verändern sich die Suchergebnisse. Die Idee, dass man Antworten schon angezeigt bekommt, bevor man die Suchanfrage vervollständigt hat, hat Twick.it allerdings schon vor einigen Monaten präsentiert. Auch Yahoo und Keyboardr haben schon Instant-Suchmaschinen im Netz vorgestellt, wie ich gerade im Artikel von Zeit Online erfahren habe.
Hat Google die Echtzeitsuche also geklaut?
Yahoo Instant 2005
Schon 2005 hat Yahoo eine Echtzeit-Suchmaschine namens Instant vorgestellt. Diese ist leider nicht mehr online, aber im Web-Archiv kann man sich Yahoo Instant noch ansehen.
Keyboardr.com 2008
Vor zwei Jahren hat dann Keyboardr eine Echtzeitsuche entwickelt, die noch heute im Netz verfügbar ist. Julius Eckert erklärt, was es mit Keyboardr auf sich hat.
Twiggle Mai 2010
Auch Twick.it hat einige Monate vor Google eine Echtzeitsuche vorgestellt. Twoogle, unser Widget für iGoogle, ist sogar noch schneller als Google Instant. Denn dank euch werden die gesuchten Erklärungen direkt angezeigt, so dass man gar nicht mehr auf den Link klicken muss.
Was meint ihr? Hat Google die Echtzeitsuche geklaut?
Schlagwörter: Echtzeitsuche, Google, Keyboardr, Suchmaschine, Yahoo
Twick.it ist keine wissenschaftliche Enzyklopädie
wie Brockhaus, Wikipedia oder EoL, sondern eine neuartige, unterhaltsame Web 2.0-Erklärmaschine.
Twick.it ist keine Suchmaschine
wie Google, Bing oder Evri, in denen Bots anhand von einem Algorithmus automatisch das Web durchforsten und indexieren, sondern eine Wissensdatenbank, die von Menschen angelegt, gepflegt und bewertet wird.
Twick.it ist kein Social Network
á là Facebook, Xing oder Wer-kennt-wen. Es gibt keine Chat-Funktion, sondern nur die Möglichkeit, Direktnachrichten (DM) zu versenden. Das Vernetzen von Freunden oder Followern ist Nebensache und themengetrieben.
Twick.it ist kein Mikroblog
wie Twitter, in dem beliebige Nachrichten verbreiten werden, sondern hat einen strukturierten, enzyklopädischen Ansatz.
Twick.it ist keine Ratgeber-Community
wie Gute Frage.net oder Yahoo Clever! Es werden keine Fragen Einzelner beantwortet, sondern Themen allgemeingültig erklärt.
Twick.it ist kein Wörterbuch
wie OpenThesaurus oder Wortschatz, in denen ausschließlich Synonyme, Abkürzungen und Fachbegriffe erklärt werden. Twick.it ist nicht auf ein bestimmtes Themengebiet beschränkt.
Twick.it ist kein Slang-Lexikon
wie UrbanDictionary oder Szensprachenwiki, wo möglichst außergewöhnliche Begriffe und Beschreibungen gesammelt werden.
Twick.it ist keine Kuriositäten-Sammlung
wie NEON Unnützes Wissen oder der Amazing Facts Generator. Bestenfalls findet man auch bei Twick.it überraschende Fakten, aber eben auch andere Erklärungen.
Twick.it ist kein Bookmarking-Anbieter
wie Mr. Wong oder Delicious, wo auf einer neutralen Plattform beliebige Links zu Themen getaggt und geteilt werden.
Twick.it ist kein Übersetzungs-Tool
wie LEO oder Dict. Aber es besteht die Möglichkeit, Themen, die bereits erklärt wurden, in anderen Sprachen zu vergleichen.
Twick.it ist…,
kein Kochbuch, kein Promi-Forum, keine Foto-Community, keine Film-Datenbank, kein Filesharing-Host, kein Waffenlexikon, kein Telefonbuch…
Twick.it ist, was du draus machst!
Twick.it vereint Elemente aus jedem der Dinge, die es nicht ist.
Twick.it ist also eine interaktive Mikroblog-Enzyklopädie, bei der unter anderem Fachbegriffe, Abkürzungen, Synonyme und Übersetzungen erklärt werden, bei der man Themen bookmarken und zum Aufbau eines themenorientiertes Social Network nutzen kann. Vor allem aber erhält man bei der Suche in Twick.it eine kurze, prägnante von Menschen geschriebene Antwort.
Schlagwörter: Bookmarking, Enzyklopädie, Konzept, Mikroblog, Social Network, Suchmaschine, Wettbewerber, Wörterbuch






