Es gibt etwas Neues bei den Twitter-Accounts der Erklärmaschine. Twitter-Accounts?! Ja, uns gibt es auch bei Twitter.
Dort gibt es täglich eine neue Kurzerklärung. Und zwar auf Deutsch (@twickit_de) und Englisch (@twickit_en). Außerdem veröffentlichen wir Neuigkeiten unter @twickit und informieren Entwickler über Änderungen bei der API (@twickit_api). Eine Übersicht über alle Accounts findet ihr übrigens unter http://twitter.twick.it.
Bei den Twitter-Accounts für Klugscheißer Wissenshungrige hat sich nun etwas getan. Sowohl @twickit_de als auch @twickit_en versehen Tweets nun mit Geokoordinaten, wenn das erklärte Thema sich irgendwie auf einer Landkarte markieren lässt. So erfahrt ihr nicht nur, was der Colonius ist, sondern auch gleich, wo er steht.

Tweet mit Positionsbeschreibung
Cool, und was bringt das Ganze?
Ja, äh, also… Na ja, Tweets haben dann so einen schönen, anklickbaren Marker… Ach, ich hasse es, wenn ihr solche Fragen stellt.
Schlagwörter: Geokodierung, LBS, Location Based Services, Twitter
Was möchte der Autor mit diesem drittklassigen Aufguss eines zweitklassigen Werbeslogans wohl sagen? Eigentlich nichts weiter, als dass sich neue Nutzer nun auch ganz bequem mit ihrem Twitter- oder Facebook-Account anmelden können. Dieser Artikel zeigt, wie es geht.
Erst registrieren, dann mitmachen
Jeder, der die Erklärmaschine aktiv mitgestalten möchte, benötigt einen Benutzer-Account. Zum Schreiben und Bewerten von Kurzerklärungen musst du eingeloggt sein. Der Grund hierfür ist einfach: So stellen wir zum einen sicher, dass keiner mehrfach bewertet, sich selbst um eine Bewertung bereichert oder sonstigen Quatsch mit Twick.it macht. Laut AGB sperren wir Benutzer bei Missbrauch.
Um selbst Teil der Community zu werden, benötigst du eine gültige E-Mail-Adresse, einen Benutzernamen, ein Passwort und ca. 1 Minute Zeit. Ehrlich, die Registrierung dauert nicht lange und ist ratzfatz erledigt.
Jetzt mit Twitter und Facebook
Gerade dann, wenn man einen neuen Dienst testen möchte, schreckt eine Registrierung (und sei sie noch so einfach. So wie unsere zum Beispiel
) manchmal ab. Was passiert mit meinen Daten? Sind die sicher? Wird gar meine Adresse weitergegeben oder sonst missbraucht? Um die Fragen klar und mit einem großen Twick.it-Ehrenwort zu beantworten: Nix, ja, nein.
Wer uns trotzdem misstraut, geht jetzt einfach den Weg über den Account seines Vertrauens. Twitter und Facebook machen’s möglich.
Jeder, der noch nicht angemeldet ist, sieht oben rechts wie gewohnt das Login-Formular und ein Link zum Registrierungsformular. Neu sind die Icons für Facebook und Twitter.
Neu: Rechts oben gibt es nun Icons für den Login per Twitter und Facebook
Das Vorgehen ist einfach. Nach dem Klick auf eines der beiden Logos gelangt ihr zunächst zur Seite des Anbieters, also zu Facebook bzw. Twitter. Hier werdet ihr gefragt, ob ihr euch tatsächlich bei Twick.it anmelden möchtet. Außerdem seht ihr hier, dass wir keinen schreibenden Zugriff auf eure Accounts beanspruchen. Wir machen also nichts kaputt
Wenn ihr die Sicherheitsabfrage bestätigt habt, gelangt ihr zurück zu Twick.it und seid angemeldet. Einfach, oder? Weiterlesen>>
Schlagwörter: Benutzerkonto, Facebook, OAuth, Registrierung, SSO, Twitter
Was haben dieser Mann

Juan Mann (Bild: Miles Li /wikimedia unter public domain).
und diese Buttons
gemeinsam?
Beide kann man drücken.
Wer die Free Hugs Kampagne noch nicht kennt, sollte sich das folgende Video nicht entgehen lassen. 2004 kam der Australier Juan Mann auf die Idee, „Free Hugs“ (kostenlose Umarmungen) in einer Fußgängerzone in Sydney zu offerieren. Nach anfänglicher Skepsis fanden die Passanten Gefallen an dem Angebot und Juan umarmte sich nicht nur in die Herzen, sondern auch in Fernsehshows und schließlich durch Nachahmeraktionen um den ganzen Globus.
Coole Aktion! Mir gefällt’s. Und genau das kann ich mit einem kleinen Klick auf den „Gefällt mir“-Button von Facebook zum Ausdruck bringen und so meine Freunde spielend einfach darauf aufmerksam machen. Auch Twick.it bietet seit kurzem den Facebook-Like-Button am Ende der rechten Spalte auf jeder Seite. Zusammen mit dem Pendant von Twitter stehen so zwei neue Möglichkeiten zur Verfügung, um schnell und unkompliziert coolen Content zu teilen.
Sei ein Drückeberger
Probiert es doch mal in der rechten Spalte aus. Twick.it bietet doch genug interessante, lustige und skurrile Erklärungen.
Schlagwörter: Facebook, gefällt mir, I like, Tweet-Button, Twitter
Wie über jede neue Errungenschaft, von der Menschen profitieren, wird es bald auch über Twick.it zahlreiche Legenden geben. Wir (Markus Möller und Sean Kollak) haben natürlich nichts dagegen als Helden der Menschheit gefeiert und verehrt zu werden. Aber in Wahrheit ist die Geschichte der Web 2.0-Erklärmaschine, die von uns erfunden wurde, schnell erzählt.
Kollegen mit gemeinsamen Interessen
Markus und ich haben uns als Kollegen in einer Werbeagentur kennengelernt. Uns verbindet das Interesse an Web 2.0-Anwendungen wie Twitter, Wikipedia und Facebook. Als Programmierer beschäftigt sich Markus darüber hinaus mit Konfiguratoren, Content Management Systemen und anderen webbasierten Anwendungen. Meine Interessen liegen als Texter, PR-Mitarbeiter und SEO eher im kreativen und konzeptionellen Bereich. Von Anfang an waren wir beide von den Möglichkeiten des Web 2.0 fasziniert: die Tatsache, dass jeder Mensch Wissen, die wichtigste Ressource unserer Zeit, bloggen und bookmarken, verbreiten und verteilen kann.
Von Wikipedia enttäuscht, von Twitter begeistert
Nachdem wir uns aus beruflichen Gründen näher mit den Redaktions-Oberfläche von Wikipedia beschäftigt hatten, waren wir sehr enttäuscht von der schwierigen Bedienung und dem scheinbar unvermeidlichen Editor War. Für ein Mitmach-Projekt sind die technischen und redaktionellen Hürden unserer Meinung nach zu hoch. Warum darf man bei Wikipedia zum Beispiel keinen Blog als relevante Quelle angeben? Das ist doch unzeitgemäß.
Hey, was für eine Freude, als wir das Bloggen und Twitter für uns entdeckten! Das war einfach, schnell und SEO-freundlich! Also versuchten wir (ohne allzu großen Erfolg) unsere Kollegen in der Werbeagentur von diesen neuen Medien zu begeistern. Immerhin durften wir einen Corporate Blog für die Werbeagentur einrichten und uns näher mit der Blog-Software Wordpress und möglichen Twitter-Anwendungen im B2B-Bereich beschäftigen.
Schlagwörter: Geschichte, Historie, Markus Möller, Sean Kollak, Twitter, Wikipedia
Wie 140 Zeichen die Welt verändern
„Die Begrenzung [...] auf das Wesentliche schärft die Sprache. Jedes Wort, jedes Zeichen kann schon zu viel sein. [...] Manchmal sagt auch ein einziges Wort alles. Es sind Skizzen der Befindlichkeit, Momentaufnahmen, Stichwörter. Schlagworte. Und doch sagt es alles aus, was man will. Es gibt wahre Meister darin. …“
Cem Basman (@cemb) über Twitter, zitiert in Twitter, S. 26
„[...] irgendetwas machen diese 140 Zeichen mit der eigenen Kreativität. Man kann Geschichten damit aufschreiben, Witze erzählen, steile Thesen formulieren und politische Statements in die Runde rufen. Und vieles ist so dicht und so intensiv, dass es zu kleinen poetischen Einheiten wird: Unter dem Druck der 140 Zeichen zu Diamanten gepresste Alltagskohle.“
Michael Seemann (@mspro) über Twitter, zitiert in Twitter, S.35
In der Kürze liegt die Würze:
Nach diesem Prinzip zwingt Twick.it Nutzer dazu Beschreibungen sehr prägnant zu formulieren.
- Bei jedem Wort muss der Twicker überlegen, ob es für die Erklärung des Themas relevant ist. Durch den notorischen Platzmangel hinterfragt man sich selbst, was man unter einem bestimmten Begriff eigentlich versteht und entdeckt staunend, wie diffus Denken und Sprache eigentlich sind.
- Unnötige Füllwörter und unlesbare Substantiv-Kombinationen werden vermieden – andere User wiederum schreiben nur in Substantiven, um die Tag-Cloud zu manipulieren
- Erfahrene Twicker versuchen vorauszuahnen, welche Schlagworte am häufigsten mit dem Thema in Verbindung gebracht werden.
- Versucht man, einen bereits erfolgreichen Twick zu verbessern, stößt man schnell auf folgendes Problem: Wer entscheidet darüber, welche Begriffe für ein Thema relevant sind?
- Die vielleicht zentrale Frage lautet: subjektiv oder objektiv?
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Schlagwörter: 140 Zeichen, Cem Basman, Michael Seemann, Twitter




