Ein wenig müde bin ich bei der ewigen Diskussion schon geworden. „Wenn jeder mitmachen kann, dann steht da doch nur Quatsch“, „Nur Experten wissen, was Sache ist“ oder „Halbwissen schadet“ höre ich immer wieder. Stimmt das? Ist ein Crowdsourcing-Ansatz per se zum Scheitern verurteilt?
Die Crowdsourcing-Kritiker sind sich einig. Wenn das Fußvolk ran darf, kann nur eins dabei rauskommen: dilettantischer Halbwahrheits-Irrtum. Dessen Folgen werden je nach Radikalitätsgrad irgendwo von „irgendwie doof“ über tödlich bis hin zur Apokalypse angesiedelt.
Die Argumentation ist –zumindest auf den ersten Blick- einleuchtend: Wenn jeder mitmachen darf, dann sind auch diejenigen an Bord, die keine Ahnung von einem Thema haben. Schlimmer noch sind jene, die dabei denken, sie hätten es. Folglich wird auch Irrtümer bei Twick.it und anderen Portalen eingetragen. Hilfesuchende lesen das und rennen unweigerlich in die Naivitätsfalle.
Die Argumentation wurde sogar schon dadurch untermauert, dass eigenhändig Unfug in die Erklärmaschine eingetragen wurde: Seht mal, da steht Müll. Habe ich ja schließlich selbst reingeschrieben. Ergo ist Twick.it doof. Eine Argumentationskette, die ihres Gleichen sucht.
So ist das also in diesem Internet.
Die Lösung?
Dabei ist die Lösung doch so einfach. Ausgewiesene Experten müssen ran. Nur wer eine Qualifikation nachweist, darf sein Wissen teilen. Bist du Industrie-Meister? Arzt? Professor oder Nobelpreisträger? Nein? Schade, dann teilst du das Schicksal eines Hundes vor der Supermarkt-Ladentür: Wir müssen draußen bleiben. Weiterlesen>>
Schlagwörter: Crowdsourcing, Gehirn, Gunther Dueck, Halbwissen, Kritik, Stefan Münz, Wissen
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Wissen basiert auf Konsens.
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Wissen zu teilen, macht Sinn.
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Wissen verändert sich und steht nicht fest.
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Oft ist eine kurze Erklärung hilfreicher als eine Überfülle an Informationen.
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Vielfalt ist besser als Dogma.
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Die Weisheit der Vielen erzeugt bessere Erklärungen
als das Wissen eines einzelnen Experten. -
Qualität und Quantität bilden keinen Widerspruch.
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Es gibt keinen „neutralen Gesichtspunkt“.
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Wissen wird durch Persönlichkeiten geprägt.
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Relevanz ist abhängig vom Standpunkt.
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Man kann Wissen erklären, nicht editieren.
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Bewerten ist effizienter als argumentieren.
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Positive Unterstützung ist produktiver als Regulierung.
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Unterhaltsam präsentiertes Wissen findet mehr Aufmerksamkeit und verbreitet sich schneller als reine Information.
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Ein guter Link verweist auf eine Quelle mit relevanten Informationen.
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Für Wissen gilt: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“.
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Je mehr Menschen sich an der Erklärmaschine beteiligen,
desto größer ist der Nutzen für die Allgemeinheit. -
Es gibt Wichtigeres als Wissen!
Familie, Freunde, Tiere, Natur, Kunst, Sport … – das Leben.
Wissen ist eine aufregende Entdeckungsreise – kein Feldzug. Die hier aufgelisteten Grundsätze stehen zur Diskussion und sind kein in Stein gemeißeltes Glaubensbekenntnis. Das Engagement in Twick.it sollte jedem Spaß machen und dem größtmöglichen Nutzen der Allgemeinheit dienen. Einige der hier skizzierten Grundsätze werden in dem Artikel „Wikipedia für Doofe“ erläutert.
Schlagwörter: Erklärmaschine, Information, Konsens, Qualität, Relevanz, Wissen




